Ukraine will Fischimporte drastisch reduzieren: Zehnjahresplan für heimische Aquakultur.
Strategie für eine unabhängigere Fischerei
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine will ihre Abhängigkeit von Fischimporten verringern und die eigene Produktion massiv ausbauen, unter anderem im Tiligul-Liman. Durch den Krieg hat das Land über 70% seiner traditionellen Fischfanggebiete verloren. Die Folge: Der Anteil ukrainischen Fischs auf dem heimischen Markt ist auf nur noch 15% gesunken. Derzeit stammen rund 85% des verzehrten Fischs aus Importen.
Ein Jahrzehnt für den Wiederaufbau
Ein auf zehn Jahre angelegtes Entwicklungsprogramm soll die einheimische Fischproduktion wiederbeleben. Für die Jahre 2026-2027 ist der Bau eines Reproduktionskomplexes geplant. In der Phase von 2028 bis 2030 sollen dann die Gewässer in großem Stil mit Fisch besetzt werden. Ab dem Jahr 2031 wird mit einem industriellen Fang von mehr als 500 Tonnen pro Jahr gerechnet. Für die Branche werden jährliche Einnahmen von etwa 80 Millionen Hrywnja prognostiziert.
Die Finanzierung des Programms sieht eine Mischung aus verschiedenen Quellen vor:
- 40% der Mittel sollen von internationalen Gebern kommen;
- 30% wird der Staat für Infrastruktur und die Wiederherstellung von Kanälen bereitstellen;
- 30% werden private Investoren beisteuern.
Diese Maßnahmen sollen die ukrainische Fischereiwirtschaft stärken und die Importabhängigkeit senken. Der Ausbau der Fischproduktion ist ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Erholung und die Ernährungssicherheit des Landes, besonders in einer Zeit, in der Importe immer schwieriger werden. Eine erfolgreiche Umsetzung würde nicht nur lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen, sondern auch ein wichtiges Signal für die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Wirtschaft setzen.
Lesen Sie auch
- Russlands Öl- und Gasumsätze sollen um 60 % steigen – das treibt den Anstieg an
- Zweite IMF-Zahlung an die Ukraine: 690 Millionen Dollar für den Staatshaushalt
- Russlands Haushaltsloch von 7 Billionen Rubel: Droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit?
- 60 Prozent der russischen Ölraffinerien müssen zerstört werden – das ist die kritische Schwelle, so ein Experte
- Warum Russlands Ölraffinerien kaum zu retten sind – ein Experte erklärt die drohende Treibstoffkrise
- Warum Russlands Wirtschaft nie wieder zur Weltspitze aufschließen wird – ein Experte benennt den Kipppunkt

