Ukrainer erhalten in 28 Staaten kostenlosen Rechtsbeistand – Parlament beschließt Anschluss an internationale Konvention.
Parlament verabschiedet wegweisendes Gesetz
Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat ein Gesetz zum Beitritt zur Konvention über den internationalen Zugang zum Recht verabschiedet. Diese Entscheidung ermöglicht es ukrainischen Staatsbürgern künftig, in 28 Ländern kostenlose Rechtsberatung und -vertretung in Anspruch zu nehmen. Der Gesetzentwurf mit der Registrierungsnummer 0304 wurde von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingebracht und fand breite Unterstützung unter den Abgeordneten. Der Schritt ist Teil der europäischen Annäherung und stärkt die Rechtssicherheit für Bürger im Ausland.
Diese Staaten sind Teil des Abkommens
Die internationale Konvention umfasst eine Reihe von Vertragsstaaten. Dazu zählen:
- Albanien
- Belarus
- Bosnien und Herzegowina
- Brasilien
- Bulgarien
- Estland
- Spanien
- Kasachstan
- Costa Rica
- Zypern
- Lettland
- Litauen
- Luxemburg
- Malta
- Niederlande
- Nordmazedonien
- Polen
- Rumänien
- Serbien
- Slowakei
- Slowenien
- Finnland
- Frankreich
- Kroatien
- Tschechien
- Montenegro
- Schweden
- Schweiz
Parallel zu dieser Entwicklung können sich über 300.000 Ukrainer, die sich bereits im Land aufhalten, ihre Aufenthaltstitel um 18 Monate verlängern lassen. In Großbritannien wurde die Frist für die Beantragung einer solchen Verlängerung von 28 auf 90 Tage ausgeweitet. Diese Maßnahmen erleichtern den rechtlichen Aufenthalt und die Inanspruchnahme von Hilfe erheblich, was für viele Geflüchtete in der aktuellen Situation von entscheidender Bedeutung ist.
Der Beitritt zur Konvention stellt somit einen zentralen Schritt dar, um ukrainischen Bürgern im Ausland rechtliche Garantien und Unterstützung zu gewähren.
Die Mitgliedschaft in der Konvention kann den Rechtsstatus von Ukrainern in anderen Ländern deutlich verbessern, indem sie Zugang zu notwendigem juristischen Beistand gewährt. Dies ist besonders vor dem Hintergrund von Krieg und Krisensituationen relevant, in denen viele Menschen gezwungen sind, in anderen Staaten Schutz und rechtlichen Beistand zu suchen.
Die Gesetzesänderung unterstreicht zudem die Bemühungen der Ukraine, sich an europäische Strukturen anzunähern und Rechtsstandards zu entwickeln, die den Schutz der Menschenrechte gewährleisten.
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