Keine Rente ohne 15 Jahre Beitragszeit: Wer in der Ukraine künftig nur noch Sozialhilfe erhält.
Was sich im ukrainischen Rentensystem ändert
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine hängt der Rentenanspruch vom Lebensalter und der zurückgelegten Versicherungszeit ab. Ab dem Jahr 2026 wird eine Mindestversicherungsdauer von 15 Jahren zur Voraussetzung für die Altersrente. Wer lediglich 10 Jahre Beitragszeit vorweisen kann, bekommt keine Rente mehr – stattdessen besteht dann nur noch ein Anspruch auf staatliche Sozialhilfe.
Nach den neuen Regelungen ist der Renteneintritt mit 65 Jahren möglich, sofern die geforderte Versicherungszeit erfüllt ist. Fehlt diese ausreichende Beitragsdauer, gibt es eine soziale Unterstützungszahlung, die an das Existenzminimum für nicht erwerbsfähige Personen gekoppelt ist. Für das Jahr 2026 ist dieses Existenzminimum auf 2.595 Griwna pro Monat festgesetzt.
Was ein Jahr Versicherungszeit kostet
Wer seine Versicherungszeit aufstocken möchte, zahlt im Jahr 2026 für die freiwillige Beitragsleistung rund 1.902 Griwna monatlich. Sollen dagegen vergangene Zeiträume ohne Beitragszeit nachträglich geschlossen werden, beläuft sich der Monatsbeitrag auf etwa 3.804 Griwna. Ein komplettes Jahr Versicherungszeit kann somit knapp 45.000 Griwna kosten.
Personen, die die geforderten 15 Jahre Versicherungszeit nicht erreichen, können unter bestimmten Voraussetzungen Sozialhilfe beziehen:
- Sie müssen mindestens 65 Jahre alt sein;
- dauerhaft in der Ukraine leben;
- über kein nennenswertes Einkommen oder andere staatliche Leistungen verfügen.
Zusätzlich wurde im ukrainischen Parlament ein Gesetzesentwurf eingebracht, der eine Neubewertung des Existenzminimums, der Mindestlöhne und der Renten für den Sommer 2026 vorsieht. Diese Anpassungen könnten das gesamte soziale Sicherungssystem des Landes spürbar verändern.
Die neuen Rentenregelungen zielen darauf ab, die soziale Absicherung zu reformieren, indem die Hürden für die Versicherungszeit erhöht werden. Dies wird voraussichtlich die Zahl der regulären Rentenempfänger senken, eröffnet aber gleichzeitig Wege zur Sozialhilfe. Die geplante Überprüfung des Existenzminimums und weiterer Sozialleistungen im Jahr 2026 könnte die finanzielle Unterstützung für nicht erwerbsfähige Menschen in der Ukraine maßgeblich beeinflussen.
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