Ukrainische Post trotzt Nationalbank: Smiljansky bleibt trotz jahrelangem Konflikt im Amt.
Der Streit zwischen Ihor Smiljansky und der Nationalbank
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Generaldirektor der staatlichen Aktiengesellschaft 'Ukrainische Post', Ihor Smiljansky, übt sein Amt weiterhin aus – ungeachtet der Forderung der Nationalbank der Ukraine (NBU) nach seiner sofortigen Suspendierung. Die Auseinandersetzung zwischen Smiljansky und der NBU schwelt bereits seit 2016, als er erstmals die Gründung einer Postbank vorschlug. Offiziellen Angaben zufolge behält Smiljansky seine Position, obwohl der Druck durch die Regulierungsbehörde stetig zunimmt.
Am 23. Juni 2026 forderte die Nationalbank die Abberufung Smiljanskys binnen fünf Werktagen. Hintergrund dieser Anordnung sind laut NBU systematische Verstöße, die die Qualität der Unternehmensführung in Frage stellen. Bereits im März 2026 verhängte die NBU ein Bußgeld von 255.000 Hrywnja gegen die Ukrainische Post. Im Mai folgte eine Strafe von 1,7 Millionen Hrywnja, im Juni dann eine weitere von 2,5 Millionen Hrywnja.
Auswirkungen des Konflikts auf die Ukrainische Post
Smiljansky wirft der Nationalbank vor, das Unternehmen unter Druck zu setzen – ein Umstand, der die weitere Geschäftstätigkeit der Post negativ beeinflusse. Der anhaltende Konflikt zwischen der Unternehmensführung und der Regulierungsbehörde sorgt bei Mitarbeitern und Kunden für Verunsicherung, die die Entwicklungen im ukrainischen Postsektor aufmerksam verfolgen. Die Nationalbank hingegen betont, dass sie lediglich ihre Aufsichtspflicht wahrnehme.
Die aktuelle Lage rund um die Ukrainische Post bleibt Gegenstand intensiver Beobachtung, denn die nächsten Schritte der NBU und des Managements könnten die Zukunft des gesamten Postgeschäfts in der Ukraine maßgeblich beeinflussen. Der seit Jahren andauernde Konflikt könnte sich als entscheidend für die Stabilität des Unternehmens erweisen – insbesondere angesichts der wichtigen Rolle, die die Ukrainische Post in der nationalen Infrastruktur und bei der sozialen Grundversorgung der Bevölkerung spielt.
Lesen Sie auch
- Rheinmetall verdoppelt Pulverproduktion: Auswirkungen auf die Ukraine
- Aserbaidschan drängt auf Europas Energiemarkt: Erste Gaslieferungen erreichen Deutschland
- Neue Auflagen des IWF: Ukrainischer Gasriese Naftogaz mit 63 Prozent mehr Schulden
- Zwölf Warnsignale für Briefkastenfirmen: Ukrainische Zentralbank verschärft Regeln für Importeure
- Ukrainische Schulden erreichen 210 Milliarden Dollar: Stündliche Schwankungen im Überblick
- Großbritannien darf bei 90-Milliarden-Euro-Kreditpaket für Ukraine mitmachen – EU gibt grünes Licht

