Keine Verstaatlichung: Wie es mit dem zerstörten Heizkraftwerk Darnyzja weitergeht.

Keine Verstaatlichung: Wie es mit dem zerstörten Heizkraftwerk Darnyzja weitergeht
Keine Verstaatlichung: Wie es mit dem zerstörten Heizkraftwerk Darnyzja weitergeht

Wiederaufbau statt Verstaatlichung für das Heizkraftwerk Darnyzja

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung wird das durch russische Angriffe zerstörte Heizkraftwerk Darnyzja in Kyjiw nicht in staatliche Hand überführen. Energieminister Denys Schmyhal betonte, dass die Anlage in Privatbesitz bleibt und der Staat lediglich Unterstützung beim Wiederaufbau leisten will. Die Regierung konzentriert sich stattdessen auf die Reparatur der gesamten Energieinfrastruktur.

Vor dem Hintergrund der schweren Schäden, die das Kraftwerk während der Wintermonate erlitt, erklärte Schmyhal im ukrainischen Parlament, dass die zerstörten Anlagen bis zur nächsten Heizperiode wieder funktionsfähig sein sollen. Er stellte klar, dass eine Enteignung des privaten Betreibers nicht zur Debatte stehe.

„Wir haben nicht vor, das Heizkraftwerk Darnyzja zu verstaatlichen. Es war und bleibt in Privatbesitz. Wir werden jedoch beim Wiederaufbau helfen“, so Denys Schmyhal.

Der Minister verwies zudem auf die enge Abstimmung innerhalb der Regierung: Die Premierministerin halte regelmäßig Koordinierungstreffen zur Lage der Kraftwerke ab. Die Anlage in Darnyzja war bei einer Serie von russischen Raketenangriffen im Winter vollständig zerstört worden.

Um die Energieversorgung wiederherzustellen, haben ukrainische Ingenieurdelegationen bereits mehrere europäische Länder besucht – darunter Lettland, Deutschland und Österreich. Ziel ist es, dringend benötigte Ersatzteile und komplette Anlagenkomponenten zu beschaffen.

„Unsere Partner übernehmen die Kosten für den Rückbau und den Transport der Ausrüstung. Ganze Baugruppen werden unseren Heizkraftwerken zur Verfügung gestellt. Das ist der schnellste Weg zur Wiederherstellung“, ergänzte Schmyhal.

Die Regierung arbeitet weiterhin mit Hochdruck daran, die Energieinfrastruktur zu stabilisieren und langfristig widerstandsfähiger zu machen.

Herausforderungen für das ukrainische Energiesystem

Der Fall des Heizkraftwerks Darnyzja steht exemplarisch für die enormen Schwierigkeiten, mit denen das ukrainische Energiesystem im Krieg konfrontiert ist. Die Zerstörung solcher Anlagen gefährdet die Wärme- und Stromversorgung großer Teile der Bevölkerung.

Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern bei der Beschaffung von Ausrüstung ist ein entscheidender Faktor für eine schnelle Instandsetzung. Sie stärkt zudem die energiepolitische Kooperation mit anderen Staaten und hilft, die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen weiter zu reduzieren.


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