Ukraine stoppt Kupferschrottexport: Regierung reagiert auf Rekordausfuhren und Preisanstieg.
Exportstopp für Kupferschrott in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung hat den Export von Kupferschrott gestoppt. Grund sind Rekordausfuhren und ein starker Preisanstieg für diesen Rohstoff. Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein Ausfuhrverbot, das als Reaktion auf die Knappheit des Materials auf dem heimischen Markt eingeführt wurde. Im Jahr 2025 war die Ausfuhr von Kupferschrott aus der Ukraine um 53 % gestiegen, was in Regierungskreisen Besorgnis auslöste. Solche Exportbeschränkungen sind in Kriegszeiten ein gängiges Mittel, um die eigene Industrie zu schützen.
Aktuelle Preise für Kupferschrott nach Regionen
Die Preise für Kupferschrott variieren je nach Region. Stand 4. Februar 2026 gelten folgende Richtwerte:
- Region Kiew: 300 bis 390 Hrywnja pro Tonne
- Region Saporischschja: 398 bis 450 Hrywnja
- Region Winnyzja: 225 bis 380 Hrywnja
- Region Lwiw: 350 bis 390 Hrywnja
- Region Dnipropetrowsk: 390 bis 445 Hrywnja
- Region Odessa: 335 bis 370 Hrywnja
- Region Sumy: 300 bis 410 Hrywnja
- Region Charkiw: 369 bis 430 Hrywnja
Hauptabnehmer im Jahr 2025 war Polen. Dorthin wurden 343,6 Tausend Tonnen Kupferschrott exportiert, was 76,6 % der Gesamtexporte ausmacht.
Witalij Kindratiw, Regierungsvertreter: 'In Kriegszeiten ist es entscheidend, dass strategische Ressourcen dem Land zugutekommen und nicht ins Ausland verkauft werden.'
Das Exportverbot ist ein wichtiger Schritt, um die Stabilität des Binnenmarktes zu sichern und die Wirtschaft des Landes in dieser schwierigen Lage zu stützen.
Die Entscheidung zeigt den strategischen Ansatz der Regierung im Umgang mit Ressourcen während des Krieges und wirtschaftlicher Instabilität. Ziel ist nicht nur die Reduzierung des Rohstoffabflusses, sondern auch die Unterstützung des heimischen Marktes, was für Industrie und Bevölkerung gleichermaßen wichtig ist. Angesichts steigender Preise und Nachfrage nach Kupferschrott können solche Maßnahmen helfen, die wirtschaftliche Stabilität in der Ukraine zu bewahren.
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