USA: Immer weniger Neugeborene erhalten Hepatitis-B-Impfung.

USA: Immer weniger Neugeborene erhalten Hepatitis-B-Impfung
USA: Immer weniger Neugeborene erhalten Hepatitis-B-Impfung

Impfquote bei Neugeborenen in den USA sinkt deutlich

Nach Angaben von Vox - Загальний: In den USA wird die wichtige Hepatitis-B-Impfung für Säuglinge immer häufiger verschoben oder ganz ausgelassen. Eine aktuelle Studie zeigt einen alarmierenden Rückgang: Innerhalb von zwei Jahren sank die Impfrate von 83,5 Prozent auf nur noch 73,2 Prozent. Jährlich betrifft diese Verzögerung rund 400.000 Kinder. Experten machen dafür auch geänderte offizielle Empfehlungen verantwortlich.

Die routinemäßige Impfung aller Neugeborenen gegen Hepatitis B wurde in den USA im Jahr 1991 eingeführt und gilt seitdem als Eckpfeiler der Vorsorge. Die am 23. Februar veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von 12,4 Millionen Neugeborenen aus allen 50 Bundesstaaten aus. Während in den 1980er Jahren nur Schwangere mit einem spezifischen Risiko getestet wurden, führte die flächendeckende Impfempfehlung zu einem drastischen Rückgang der jährlichen Neuinfektionen auf weniger als 20 Fälle.

Besorgniserregende Entwicklung und mögliche Gründe

Die Studie belegt, dass der Anteil geimpfter Neugeborener bis Mitte 2025 auf 73,2 Prozent gefallen ist. Diese Entwicklung bereitet Fachleuten große Sorge. Joshua Rothman, einer der Studienautoren, verdeutlicht das Ausmaß:

„Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Minneapolis, die jährlich auf die Impfung verzichtet oder sie aufschiebt.“
Ein möglicher Einflussfaktor: Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Liste der universell empfohlenen Impfungen von 17 auf 11 gekürzt, was die Wahrnehmung der Dringlichkeit verändern könnte.

Die Ergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit, die Gründe für den Rückgang genau zu analysieren und neue Strategien zu entwickeln, um die Impfquoten wieder zu steigern. Hepatitis B kann bei chronischem Verlauf zu lebensbedrohlichen Leberschäden führen, weshalb der frühzeitige Schutz so entscheidend ist.

Der Trend ist ein Weckruf für das öffentliche Gesundheitswesen. Sinkende Impfraten bergen das Risiko, dass die bisher erfolgreich unterdrückte Krankheit wieder an Boden gewinnt. Weitere Forschung und angepasste Aufklärungsarbeit sind nötig, um Hindernisse für die Impfung zu identifizieren und Eltern von deren Nutzen zu überzeugen.


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