Zweiter Mord an Ukrainerin in den USA binnen sechs Monaten: Eine Geschichte tödlicher Verfolgung.
Tragödie in North Carolina
Nach Angaben von TSN.ua: In den USA hat sich erneut eine schreckliche Tat ereignet: Am 14. Februar 2023 wurde die 21-jährige Ukrainerin Kateryna Tovmash in North Carolina ermordet. Es ist bereits der zweite Fall dieser Art innerhalb eines halben Jahres. Neben Kateryna kam auch ihr 28-jähriger Freund Matthew Wade ums Leben. Der mutmaßliche Täter ist ihr früherer Partner, der ihr bereits zuvor gedroht hatte.
Kateryna Tovmash stammte aus Bila Zerkwa in der Oblast Kiew, wo sie mit zwei Schwestern und drei Brüdern aufwuchs. Wegen des Krieges in der Ukraine war die Familie Tovmash im Frühjahr 2022 nach Deutschland geflohen. Kateryna lebte seit etwa einem halben Jahr in den USA, einen Teil der Zeit verbrachte sie in Alaska. Der Mord geschah in ihrem Haus in der Stadt Vass, North Carolina.
Die tödlichen Umstände der Tat
Die Umstände des Verbrechens deuten auf eine toxische Beziehung hin, die ein fatales Ende nahm. Laut Mykhailo Tovmash, dem Bruder der Getöteten, eilten Großmutter und Kinder auf die Schüsse zu.
„Meine Schwester versuchte, eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen, aber Kateryna war bereits tot“, berichtete er.Der Täter habe auch seinen eigenen Suizid geplant, wie Kyrylo Pryshchepchuk mitteilte.
Über das Leben von Matthew Wade, dem ebenfalls getöteten Freund, sind derzeit kaum Details bekannt. Der Fall hat die Aufmerksamkeit der ukrainischen Botschaft auf sich gezogen, von der jedoch noch keine konkreten Stellungnahmen vorliegen.
Dieser Vorfall markiert den zweiten Mord an einer ukrainischen Frau in den USA in nur sechs Monaten. Bereits im August 2022 war die 23-jährige Ukrainerin Iryna Zarutska in der U-Bahn von North Carolina getötet worden. Diese Tragödien lösen innerhalb der ukrainischen Gemeinschaft in den USA große Besorgnis aus und werfen ein Schlaglicht auf die spezifischen Gefahren, mit denen Immigrantinnen konfrontiert sein können.
Die Morde an ukrainischen Frauen in den USA verweisen auf ernste soziale Probleme, mit denen Einwanderer – insbesondere Frauen – konfrontiert sind. Solche Gewalttaten lenken den Blick nicht nur auf die persönlichen Schicksale der Opfer, sondern werfen auch grundsätzliche Fragen nach Sicherheit und Unterstützung für die ukrainische Gemeinschaft auf. Es ist entscheidend, dass Strafverfolgungsbehörden und soziale Dienste angemessen reagieren und Schutz für Gefährdete gewährleisten.
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