Wissenschaftler änderten die Meinung über die Schädlichkeit von Butter und Käse: Wem man keine Fette einschränken sollte.

Wissenschaftler änderten die Meinung über die Schädlichkeit von Butter und Käse: Wem man keine Fette einschränken sollte
Wissenschaftler änderten die Meinung über die Schädlichkeit von Butter und Käse: Wem man keine Fette einschränken sollte

Nach Angaben von ТСН: Die Reduzierung des Konsums von gesättigten Fetten wie Butter und Hartkäse führt nicht zu einer Verringerung der Sterblichkeit oder des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit niedrigem und moderatem kardiologischem Risiko.

Diese Ergebnisse wurden durch eine neue Analyse klinischer Studien erzielt.

Studie und ihre Ergebnisse

Der Überblick, veröffentlicht in der wissenschaftlichen Zeitschrift Annals of Internal Medicine, umfasst Daten aus 17 randomisierten klinischen Studien, an denen mehr als 66.000 Personen teilnahmen. Die Studien dauerten mindestens zwei Jahre, in einigen Fällen bis zu fünf Jahren.

Über viele Jahre galten gesättigte Fette, die in Butter, Käse, rotem Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind, als Hauptfaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In vielen Ländern, einschließlich Großbritannien, wird empfohlen, deren Konsum auf 20-30 Gramm pro Tag je nach Geschlecht zu beschränken.

Die neue Analyse zeigt jedoch, dass bei Menschen ohne hohes Ausgangsrisiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle die Reduzierung des Konsums von gesättigten Fetten nicht zu einer Verringerung der Gesamtsterblichkeit oder der Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über einen Zeitraum von fünf Jahren führte.

Schlussfolgerungen der Forscher

Die Forscher fanden heraus, dass eine Reduzierung des Konsums von gesättigten Fetten tatsächlich zu einer Senkung des Gesamtcholesterins und des Cholesterins der Low-Density-Lipoproteine (LDL) führte, die als „schlechtes“ Cholesterin gelten. Diese biochemischen Veränderungen brachten jedoch nicht immer klinische Vorteile für die Mehrheit der Teilnehmer.

Die Autoren der Übersicht weisen darauf hin, dass der positive Effekt bei Menschen mit hohem kardiologischem Risiko weniger ausgeprägt war. In solchen Fällen war die Reduzierung des Konsums von gesättigten Fetten mit einer Verringerung der Anzahl nicht-tödlicher Herzinfarkte und Schlaganfälle verbunden, insbesondere wenn gesättigte Fette durch mehrfach ungesättigte Fette ersetzt wurden.

„Die Schlussfolgerungen berücksichtigen nicht die langfristigen Folgen, die normalerweise in 10-Jahres-Risikomodellen bewertet werden“, bemerkte Professorin für Bevölkerungsgesundheit und Ernährung an der Universität Cambridge, Nita Farahany.

Sie betonte auch, dass die Wirkung von gesättigten Fetten je nach Quelle variiert: Fette aus verarbeitetem Fleisch könnten eine andere Wirkung haben als Fette aus fermentierten Milchprodukten. Ihrer Ansicht nach sollte der Fokus auf ganzen Lebensmitteln und nicht auf einzelnen Nährstoffen liegen.

Professor Tom Sanders vom King's College London bemerkte, dass die allgemeinen Empfehlungen für die Bevölkerung darauf abzielen, den durchschnittlichen Cholesterinspiegel in der Gesellschaft zu senken und nach wie vor entscheidend für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind.

Fachleute betonen, dass Fette ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung bleiben, jedoch ungesättigte Fette, insbesondere aus fettem Fisch, bevorzugt werden sollten, deren Verzehr mindestens einmal pro Woche empfohlen wird.

Wir erinnern daran, dass Wissenschaftler früher darauf hingewiesen haben, dass selbst eine Mahlzeit mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten vorübergehend die Durchblutung des Gehirns verschlechtern kann.

Somit ändert die neue Studie die Sichtweise auf die Rolle gesättigter Fette in der Ernährung. Obwohl die Studie darauf hinweist, dass deren verminderter Konsum nicht immer die Herzgesundheit unterstützt, ist es wichtig, andere Risikofaktoren und die Vielfalt der Fettquellen in der Ernährung zu berücksichtigen. Diese Frage bleibt für viele Menschen relevant, die sich an die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung halten.


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