Energie-Erpressung: Ungarn und Slowakei drohen Ukraine mit Stromabschaltung.
Ultimatum aus Budapest und Bratislava
Nach Angaben von UATV: Ungarn und die Slowakei setzen die Ukraine unter Druck: Sie drohen damit, die Stromlieferungen in das Kriegsland einzustellen, sollte Kiew nicht bis zum 23. Februar den unterbrochenen Öltransit durch die Pipeline 'Druschba' wieder aufnehmen. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó begründete diese Forderung mit angeblichen Bedrohungen für die ungarische Minderheit in der Ukraine. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bekräftigte die Bereitschaft, die Notstromlieferungen zu stoppen.
Als Stichtag für die Wiederaufnahme des Öltransits durch die 'Druschba'-Pipeline wurde der 23. Februar festgelegt. Die Versorgung der Slowakei und Ungarns mit russischem Öl war nach einem Angriff der russischen Armee auf den ukrainischen Abschnitt der Pipeline am 27. Januar unterbrochen worden. Infolgedessen riefen die Regierungen beider Länder den Notstand auf dem Erdölmarkt aus.
Weitreichende Forderungen und politische Motive
Péter Szijjártó verschärfte die Drohkulisse und kündigte an, dass Ungarn auch den Export von Dieselkraftstoff in die Ukraine einstellen und EU-Finanzhilfen für das Land blockieren werde. Er bezog sich dabei auf Ministerpräsident Viktor Orbán mit den Worten: 'Solange die Öllieferungen aus der Ukraine nicht wieder aufgenommen werden, werden diese 90 Milliarden Dollar niemals die Ukraine erreichen.'
'Hier geht es nicht mehr um Wirtschaft, nicht um gemeinsame europäische Regeln.' – Ihor Tschalenko
Experten zeigen sich alarmiert über die slowakische Haltung. Branislav Grelling kommentierte die Situation mit deutlichen Worten: 'Fico handelt erneut im Interesse Moskaus und schadet der Ukraine.' Die Eskalation offenbart tiefe politische Gräben innerhalb der EU.
Der Konflikt um Öltransit und Stromversorgung verschärft die Spannungen zwischen der Ukraine und einigen ihrer EU-Nachbarn erheblich, die früher Unterstützung signalisiert hatten. Die Wiederaufnahme des Öltransits könnte für die angespannte Energiesituation der Ukraine, die durch den Krieg ohnehin schwer belastet ist, eine entscheidende Rolle spielen. Die nächsten Schritte Ungarns und der Slowakei werden direkte Auswirkungen auf die Energiesicherheit der Ukraine und ihren Zugang zu internationaler Finanzhilfe haben.
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