Budapest hält ukrainische Geldtransporter fest – Svyrydenko fordert Konsequenzen.
Festnahme von Geldboten in Ungarn
Nach Angaben von UATV: Ungarn hat zwei Geldtransporter der ukrainischen Staatsbank Oschadbank sowie sieben Begleitpersonen festgesetzt. Die ukrainische Premierministerin Julia Swyrydenko verurteilte diesen Vorfall vom 5. März 2023 als Erpressung und forderte entschlossene Gegenmaßnahmen. Der Zwischenfall belastet die ohnehin angespannten politischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern erheblich.
Hintergrund der Festnahme sind Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Er kündigte an, Lieferungen in die Ukraine auszusetzen, bis die Reparatur der beschädigten Erdölleitung „Druschba“ abgeschlossen ist. Diese größte Pipeline Mitteleuropas mit einer Kapazität von 75.000 Tonnen war am 27. Januar 2023 durch russische Angriffe schwer beschädigt worden. Zuvor hatte Ungarn bereits ein EU-Kreditpaket für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro blockiert, was die Lage zusätzlich verschärft.
Reaktionen aus Kiew und internationale Dimension
Die ukrainische Nationalbank hat die Festsetzung der Geldtransporter bereits als rechtswidrige Beschlagnahmung verurteilt. Die sieben in Budapest festgehaltenen Ukrainer wurden am 6. März 2023 wieder freigelassen. In dieser angespannten Situation kommentierte der ukrainische Regierungsvertreter Andrij Sybiha scharf:
„Wir werden diesen staatlichen Banditismus nicht dulden.“ – Andrij Sybiha
Unterdessen prüft die Europäische Union finanzielle Hilfen für die Reparatur der „Druschba“-Pipeline, was die internationale Bedeutung dieser Krise unterstreicht. Der Konflikt zeigt, wie sehr der Krieg gegen Russland die ukrainische Außenpolitik vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Die Haltung der EU könnte für eine Deeskalation und die Wiederherstellung von Stabilität in der Region entscheidend sein.
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