Geplante Gehaltserhöhung für Soldaten: Ukrainisches Parlament berät über Haushaltsänderung.
Anpassung des Staatshaushalts zugunsten der Streitkräfte
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Regierung plant eine Neuordnung der Gehälter für die Armee. Premierministerin Julia Swyrydenko kündigte eine Debatte über eine mögliche Aufstockung der Bezüge für die Soldatinnen und Soldaten an. Die Diskussion hierzu steht für die morgige Plenarsitzung des Parlaments auf der Tagesordnung.
Aktuell liegt das Grundgehalt eines Militärangehörigen bei umgerechnet rund 20.000 Griwna. Nach den Überlegungen der Regierung könnte dieser Betrag auf über 30.000 Griwna steigen. Hinzu kommen Gefahrenzulagen und Sonderzahlungen, durch die das Gesamteinkommen der Kämpfer auf bis zu 300.000 Griwna anwachsen kann. Die Debatte findet vor dem Hintergrund statt, dass die Ukraine kürzlich 2,8 Milliarden Euro von internationalen Partnern im Rahmen des Ukraine-Fazilitätsprogramms erhalten hat.
„Wir werden berichten. Die Änderungen am Haushalt werden morgen behandelt.“
Julia Swyrydenko
Die Ankündigung unterstreicht, dass die Verbesserung der finanziellen Lage der Landesverteidiger für die Führung in Kiew oberste Priorität hat. Die Mittel aus dem Ausland könnten den finanziellen Spielraum für die geplanten Gehaltsanpassungen erweitern.
Finanzielle Perspektiven für die ukrainischen Streitkräfte
Mit der parlamentarischen Aussprache eröffnen sich neue Wege für die Finanzierung der Armee und die Anhebung des Lebensstandards der Soldaten. Eine Gehaltserhöhung wäre ein wichtiger Schritt, um die Moral und die Einsatzbereitschaft der Truppe im anhaltenden Krieg zu stärken. Sie verdeutlicht zugleich die entscheidende Rolle der internationalen Hilfe für die Stabilität und Verteidigungsfähigkeit des Landes.
Lesen Sie auch
- EU-Kommission stoppt Zahlungen an die Ukraine: Zwei Tranchen nicht freigegeben
- Regierungschefin lehnt Streichung von Mathe aus dem NMT ab: Hintergründe zum Gesetzesvorhaben
- 4,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen: So will die Regierung die Personalkrise lösen
- Ukraine verschärft Strafen für Temposünder und regelt E-Scooter-Verkehr neu
- EU überweist 2,8 Milliarden Euro an Kiew: Welche Auswirkungen auf den Staatshaushalt zu erwarten sind
- Trotz Haushaltslücke: Kiew gibt 3,5 Milliarden für Straßeninstandsetzung aus

