Neue Gesetze in der Ukraine: Strengere Strafen und Haft für Umweltverstöße bei Abfällen.

Neue Gesetze in der Ukraine: Strengere Strafen und Haft für Umweltverstöße bei Abfällen
Neue Gesetze in der Ukraine: Strengere Strafen und Haft für Umweltverstöße bei Abfällen

Geplante Verschärfung: Neue Regeln für Abfallvergehen

Nach Angaben von Мінфін — Крипто/Фінанси: In der Ukraine zeichnet sich eine deutliche Verschärfung der Umweltgesetze ab. Im Mittelpunkt stehen zwei neue Gesetzesentwürfe, die im ukrainischen Parlament, der Werchowna Rada, eingebracht wurden. Die Initiativen mit den Nummern 15325 und 15327 zielen darauf ab, sowohl das Ordnungswidrigkeitenrecht als auch das Strafrecht zu reformieren, um Verstöße gegen die Abfallentsorgung härter zu bestrafen. Hintergrund ist das Bestreben, die prekäre ökologische Lage im Land zu verbessern und Umweltsündern entschlossener entgegenzutreten.

Was die Entwürfe im Einzelnen vorsehen

Der erste Entwurf (Nr. 15325) konzentriert sich auf den Bereich der Ordnungswidrigkeiten. Er sieht deutlich höhere Geldbußen für die Beschädigung, Verunreinigung oder Vermüllung von Grundstücken mit Abfällen vor. Für normale Bürger sollen die Strafen bei Verstößen künftig zwischen 1.700 und 5.100 Griwna liegen. Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssten hingegen Amtsträger und eingetragene Einzelunternehmer (FOP). Für sie sind Geldstrafen zwischen 13.600 und 17.000 Griwna vorgesehen. Besonders hart soll es bei Wiederholungstätern kommen: Für Bürger könnte die Strafe dann auf bis zu 15.300 Griwna steigen, für Amtsträger sogar auf bis zu 51.000 Griwna. Zusätzlich ist ein Bußgeld von 1.700 bis 5.100 Griwna für das Versäumnis geplant, eine vorgeschriebene Abfallerklärung abzugeben.

Der zweite Entwurf (Nr. 15327) hingegen nimmt das Strafgesetzbuch ins Visier. Er definiert neue Straftatbestände im Bereich der Gefährdung der Umweltsicherheit. Als Höchststrafe ist hier eine Freiheitsstrafe von drei bis zu zehn Jahren vorgesehen. Mit diesen Änderungen soll die abschreckende Wirkung des Gesetzes erhöht und die Verantwortung für schwere Umweltvergehen gestärkt werden. Experten sehen in den beiden Vorlagen einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Umweltkriminalität, der die wachsenden ökologischen Herausforderungen des Landes adressiert.


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