Die Zentrale Wahlkommission fordert die Verabschiedung des Gesetzes über Nachkriegswahlen: Was sich für die Ukrainer ändern wird.
Nach Angaben von ТСН: Nach dem Ende des Krieges in der Ukraine wird die Durchführung von Wahlen spezielle Gesetzgebungen erfordern, die die nachkriegszeitlichen Realitäten berücksichtigen.
Der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Oleg Didenko, betonte, dass die üblichen Wahlregeln die Organisation der Stimmabgabe nach den Kämpfen nicht vollständig gewährleisten können. Er glaubt, dass es notwendig ist, ein separates Gesetz zu verabschieden, das spezifische Verfahren und Mechanismen für die Durchführung von Wahlen in der Nachkriegszeit festlegen wird.
Didenko betonte auch, dass dieses Gesetz Fragen zur Durchführung von Wahlen in bestimmten Gebieten regeln muss, insbesondere in Regionen, die schwer beschädigt wurden oder aufgrund des Krieges Bevölkerung verloren haben.
Der Leiter der Centralen Wahlkommission erinnerte daran, dass der entsprechende Gesetzesentwurf bereits 2022 vorbereitet und dem Obersten Rat übergeben wurde. Danach wurde das Dokument mit internationalen Partnern diskutiert, aber derzeit ist es im Parlament nicht registriert.
Didenko wies darauf hin, dass Fragen zur Durchführung von Wahlen in zerstörten oder unterbevölkerten Gemeinden nicht vor Ort gelöst werden können; dafür ist eine klare gesetzgeberische Basis notwendig.
Die Position der Regierung zu den Wahlen
Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, äußerte die Bereitschaft zur Durchführung der Wahlen, vorausgesetzt, es gibt Unterstützung von den USA und europäischen Verbündeten. Diese Aussagen fielen im Rahmen der Diskussion über Friedensinitiativen, die den Wahlprozess nach der Unterzeichnung eines Abkommens vorsehen.
Darüber hinaus forderte Selenskyj das Parlament auf, die notwendigen Änderungen der Gesetzgebung vorzubereiten. Ende Dezember wurde im Obersten Rat eine spezielle Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Möglichkeit der Durchführung von Wahlen während des Kriegsrechts prüft. Der Parlamentssprecher Ruslan Stefanchuk informierte, dass das entsprechende Gesetz einmaligen Charakter haben wird, während die Zentrale Wahlkommission die Arbeit des staatlichen Wählerregisters wieder aufgenommen hat.
Gleichzeitig betonte der Minister für digitale Transformation, Mykhailo Fedorov, dass in der Ukraine derzeit keine Vorbereitungen für die Online-Abstimmung getroffen werden. Er bemerkte, dass vollständig digitale Wahlen eine lange technische und legislative Bearbeitung sowie ein hohes Maß an öffentlichem Vertrauen erfordern werden.
Somit bleibt die Frage der Durchführung von Wahlen in der Ukraine nach dem Ende des Krieges aktuell. Die Notwendigkeit, eine neue gesetzgeberische Basis zu schaffen, ergibt sich aus den Veränderungen, die die Gebiete des Landes durch die Kämpfe erfahren haben. Die Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes wird ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung demokratischer Prozesse im Staat sein, weshalb an dessen Vorbereitung aktiv gearbeitet wird.
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