Stromausfall auf der Krim: Explosionen in Sewastopol und Kertsch legen besetzte Halbinsel lahm.
Lage in Sewastopol
Nach Angaben von Espreso.tv: In der Hafenstadt Sewastopol haben Einschläge auf ein Umspannwerk zu einem flächendeckenden Stromausfall geführt. Am 24. Juni 2023 um 05:00 Uhr wurden zunächst drei Treffer auf der Hauptschaltanlage der Stadt registriert; später korrigierte man die Zahl auf sechs bis sieben Einschläge. Die Angriffe verursachten einen Großbrand auf dem Gelände der zentralen Energieinfrastruktur – dem Umspannwerk PS 330/220/110/35 kV 'Sewastopol'. Infolgedessen war die gesamte Stadt ohne elektrische Versorgung.
Angriffswelle und Folgen
Bereits am 21. Juni 2023 war auf der Krim der Verkauf von Treibstoff an Tankstellen komplett eingestellt worden. Zudem galten ab dem 31. Mai 2026 Einschränkungen für den Einzelhandel mit Benzin auf der vorübergehend besetzten Halbinsel. In der Nacht zum 23. Juni 2023 waren zudem Detonationen in mehreren Regionen der Krim zu hören, darunter nahe Feodossija und in Kertsch – ein Zeichen für die zunehmende Eskalation in der Gegend.
Der von Russland eingesetzte Bürgermeister von Sewastopol, Michail Raswoschajew, äußerte sich zu der Lage und erklärte:
„Die Stadt hat einen Kurs der totalen Sparsamkeit und Verbote eingeschlagen“– dies unterstreicht die Schwere der Schäden und die Notwendigkeit drastischer Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise.
Die Vorfälle in Sewastopol und auf der Krim belegen die anhaltende Spannung in der Region, die gravierende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung hat. Ohne Strom drohen massive Einschränkungen im Alltag sowie negative Folgen für die lokale Wirtschaft. Die Behörden suchen derzeit fieberhaft nach Lösungen, um die Energieversorgung wiederherzustellen und die Krise zu bewältigen.
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