Zum Tag des Widerstands: Selenskyj sieht Krim-Besetzung als Auftakt des Krieges.
Ein Tag des Gedenkens und des Widerstands
Nach Angaben von Novyny.live: Am 26. Februar begeht die Ukraine den Tag des Widerstands gegen die Besetzung der Krim und Sewastopols. In seiner Ansprache zu diesem Anlass betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine mit der Annexion der Krim im Jahr 2014 ihren Anfang nahm. Diese historische Zäsur jährt sich nun zum zehnten Mal. Die Bedeutung dieses Datums speist sich aus den Ereignissen von 2014, als in Simferopol eine Großdemonstration für die Einheit der Ukraine stattfand.
Selenskyj forderte zudem entschieden, dass der Aggressor für seinen Krieg zur Verantwortung gezogen werden müsse, und erklärte:
„Wenn wir sagen, der Aggressor darf für diesen Krieg keine Belohnung erhalten, damit der Frieden wirklich von Dauer ist, dann muss jedem klar sein: Das sind keine leeren Worte.“
Eine solche Rechenschaftspflicht sei eine wesentliche Garantie für Sicherheit und eine zwingende Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden, so der Präsident.
Internationaler Beistand und Stimmungswandel
Die internationale Unterstützung für die Ukraine bleibt stark. So bekräftigte der schwedische Verteidigungsminister Pål Jonson am 24. Februar die Solidarität seines Landes mit dem Ziel, die Krim zurückzuerobern. Diese Haltung unterstreicht die globale Dimension des Konflikts. Zugriff auf die Halbinsel hat die Ukraine derzeit nicht, doch gibt es Anzeichen für einen Wandel: In dem seit Anfang 2023 völkerrechtswidrig besetzten Gebiet mehren sich Berichte über pro-ukrainische Einstellungen unter Jugendlichen, was auf sich verändernde gesellschaftliche Stimmungen hindeutet.
Präsident Selenskyj richtete einen Dank an alle, die im Kampf gegen die russischen Repressionen auf der Krim helfen:
„Ich danke jedem Einzelnen, der der Ukraine hilft, den russischen Repressionen auf der Krim zu widerstehen.“
Seine Worte sind ein eindringliches Mahnmal für die Notwendigkeit von Einheit und Unterstützung im Ringen um die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine.
Der Tag des Widerstands ist ein zentraler Bestandteil des nationalen Gedächtnisses und hält das Bewusstsein für die russische Aggression wach. Die Ansprache des Staatsoberhaupts und die Solidarität internationaler Partner bekräftigen die unvermindert hohe Bedeutung der Krim-Frage. Die wachsenden pro-ukrainischen Tendenzen unter der Jugend auf der Halbinsel könnten Vorboten eines Bewusstseinswandels sein, der für künftige Bemühungen um die Wiederherstellung der ukrainischen Staatlichkeit von großer Wichtigkeit ist.
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