Wahlrecht für Soldaten: Diese Dokumente gelten künftig anstelle des Passes.

Wahlrecht für Soldaten: Diese Dokumente gelten künftig anstelle des Passes
Wahlrecht für Soldaten: Diese Dokumente gelten künftig anstelle des Passes

Neue Regeln für Wahlen nach dem Krieg

Nach Angaben von Novyny.live: Für Soldaten soll das Wählen bei den ersten Nachkriegswahlen auch ohne Reisepass möglich sein. Dies kündigte der ukrainische Abgeordnete Roman Losynskyj an. Die entsprechenden Änderungen wurden bereits am 17. Februar in einer Sitzung der Arbeitsgruppe für Wahlfragen erörtert.

Alternative Dokumente für Stimmabgabe

Nach den neuen Bestimmungen können Militärangehörige ihren Stimmzettel auch dann erhalten, wenn sie keinen Pass vorlegen. Stattdessen reichen ihr militärischer Meldeschein oder ein Dienstausweis aus. Roman Losynskyj präzisierte die Regelung:

«Personen im Militärdienst, die im Wählerverzeichnis eingetragen sind, können für die Stimmabgabe anstelle fehlender Personalpapiere ihren militärischen Meldeschein oder Dienstausweis vorlegen. Dies gilt sowohl am Wahltag selbst als auch für Soldaten, die ohne Unterbrechung ihres Dienstes an ihrem jeweiligen Standort wählen.» - Roman Losynskyj

Bereits zuvor hatte der Erste Vizepräsident des Parlaments, Oleksandr Kornijenko, über einen Gesetzentwurf zur Wahlregelung informiert. Das Wahlkomitee-Mitglied Fedir Wenyslawskyj bestätigte zudem, dass die Wahl voraussichtlich im Mai 2026 stattfinden soll. Diese Planungen stehen im Kontext der besonderen Herausforderungen durch den andauernden Krieg.

Insgesamt werden für die Wahl folgende Dokumente anerkannt:

  • Reisepass eines ukrainischen Bürgers
  • Vorläufiger Personalausweis der Ukraine
  • Internationaler Reisepass
  • Diplomatischer Pass der Ukraine
  • Dienstpass der Ukraine

Damit soll sichergestellt werden, dass auch Bürger im Militärdienst ihr Wahlrecht uneingeschränkt ausüben können.

Die Einführung dieser Möglichkeit ist ein wichtiger Schritt, um die Teilnahme der Streitkräfte am demokratischen Prozess zu gewährleisten. Angesichts der aktuellen Lage im Land wird so verhindert, dass Soldaten durch formale Hürden von der Wahl ausgeschlossen werden. Die erleichterte Stimmabgabe könnte die Wahlbeteiligung in dieser Bevölkerungsgruppe deutlich erhöhen und damit auch das Wahlergebnis beeinflussen.


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