Zehn Jahre Haft für Deserteur, der mit gestohlener Waffe eine Bande gründete.
Gericht in Odessa verhängt Urteil gegen Soldaten
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Militärgericht in der Region Odessa hat einen Soldaten zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte Waffen gestohlen, war desertiert und hatte eine kriminelle Vereinigung gebildet, um Überfälle zu begehen. Die Strafe beträgt 10 Jahre und 6 Monate Haft.
Am 12. Mai 2023 entwendete der Soldat eine TT-Pistole samt 16 Schuss Munition. Anschließend verließ er eigenmächtig seine Einheit in der Region Sumy. In der Folge beschaffte er sich illegal zwei M67-Granaten, eine F-1-Granate sowie eine DM-51-Granate. Am 16. Mai 2023 griff er in dem Dorf Oleksandrivka einen Fahrer an. Bei der anschließenden Verfolgung konnte er festgenommen werden.
Verurteilung und Strafmaß
Das Gericht sprach den Soldaten aufgrund mehrerer Straftatbestände des Strafgesetzbuches schuldig. Die endgültige Strafe beläuft sich auf 10 Jahre und 6 Monate Freiheitsentzug mit anschließender Vermögensbeschlagnahmung. Das Gericht hat zudem eine noch nicht verbüßte Reststrafe aus einem früheren Urteil vom 10. November 2025 hinzugezogen. Solche Fälle von Desertion und Waffendiebstahl stellen in der aktuellen Kriegssituation eine besondere Gefahr dar, da sie die Sicherheit der Bevölkerung und der Streitkräfte untergraben.
Das Urteil unterstreicht die Schwere von Verbrechen wie Waffendiebstahl und Fahnenflucht, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Derartige Vorfälle gefährden die Sicherheit sowohl der Streitkräfte als auch der Zivilbevölkerung, weshalb der Staat weiterhin Maßnahmen zur Bekämpfung solcher Straftaten ergreift.
Die Entscheidung hat auch eine bedeutende abschreckende Wirkung auf andere Soldaten, die zu ähnlichen Handlungen neigen könnten.
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