Ex-SBU-General: Russlands Anschläge in der Ukraine offenbaren Schwäche.
Anschläge in Lwiw, Dnipro und Mykolajiw
Nach Angaben von TSN.ua: Der ehemalige stellvertretende Leiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, Generalmajor a.D. Wiktor Jahun, sieht hinter den jüngsten Terroranschlägen in mehreren ukrainischen Städten eindeutig russische Spezialdienste. Jahun, der von 2014 bis 2015 Vizechef des SBU war, wertet diese Aktionen jedoch nicht als Stärke, sondern als Zeichen der Schwäche und des Scheiterns Moskaus. Die Anschläge seien Ausdruck der Unfähigkeit Russlands, mit konventionellen Mitteln Erfolge zu erzielen.
Der erste Anschlag in Lwiw fiel zeitlich mit massiven russischen Artillerieangriffen auf die Westukraine zusammen. Diese Synchronisation deute auf eine gezielte Strategie hin, die Lage im Hinterland zu destabilisieren. Jahun betonte dazu:
„Die Absicht des Gegners ist klar: Er will die Situation irgendwo weit weg von der Frontlinie auf jeden Fall destabilisieren.“Solche Aktionen sind typisch für hybride Kriegsführung, die Angst und Unsicherheit in der Zivilbevölkerung säen soll.
Warnung vor neuen Anschlägen
Der Sicherheitsexperte warnt zudem vor weiteren geplanten Terrorakten auf ukrainischem Gebiet. Seiner Einschätzung nach ist Russland mit seiner bisherigen Taktik gescheitert:
„Nichts klappt bei den Russen. Ihr Energieterror ist ihnen nicht gelungen.“Diese Aussage spiegelt die Überzeugung wider, dass die ukrainische Resilienz und die Arbeit der Sicherheitskräfte solche Angriffe effektiv abwehren können.
Die Analyse von Wiktor Jahun unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch russische Sabotage- und Terrorakte im Hinterland. In einem langwierigen Krieg dienen solche Operationen oft dazu, die Moral zu untergraben und Ressourcen zu binden. Gleichzeitig zeigen die vereitelten und begrenzt schädlichen Anschläge, dass die ukrainischen Verteidigungsstrukturen auch gegen diese asymmetrischen Bedrohungen wachsam und handlungsfähig bleiben.
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