Bildungsministerium lehnt Senkung der NMT-Schwelle ab: 18 Prozent der Studienbewerber fallen durch.
Lage der Studienbewerber im Jahr 2023
Nach Angaben von Novyny.live: Im Jahr 2023 verfehlten 18 Prozent der Studienbewerber die Mindestpunktzahl beim nationalen Mehrfachtest (NMT). Das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft hält eine Absenkung der Bestehensgrenze auf 130 Punkte für medizinische, juristische und diplomatische Studiengänge für nicht vertretbar. Der stellvertretende Minister für Bildung und Wissenschaft, Andrij Witrenko, erklärte, dass die diesjährigen Ergebnisse die Werte des Vorjahres nicht übersteigen.
„Soweit ich weiß, liegt dieser Wert in diesem Jahr nicht über dem des Vorjahres. Er bewegt sich also im Rahmen der letztjährigen Zahlen. Das sind, glaube ich, bis zu 18 Prozent.“
— Andrij Witrenko
Dies deutet darauf hin, dass die Erfolgsquote der Bewerber stabil bleibt, doch der Schwierigkeitsgrad und die Anforderungen an die Studierenden werden unter Fachleuten weiterhin diskutiert.
Expertenmeinungen
Lilija Hrynewytsch, ehemalige Bildungsministerin, sprach sich ebenfalls gegen eine Senkung der Bestehensgrenze für medizinische, juristische und diplomatische Studiengänge aus. Sie betonte, dass „strenge Anforderungen nur an künftige Juristen, Diplomaten und Mediziner gestellt werden“ und unterstrich die Bedeutung hoher Standards in diesen kritischen Bereichen. Hrynewytsch wies darauf hin, dass „die Punktschwelle für die Zulassung mit den Risiken zusammenhängt, die Fehler inkompetenter Fachkräfte in gesellschaftlich wichtigen Feldern mit sich bringen“.
Darüber hinaus lehnte Bildungsminister Oksen Lisowyj die Initiative ab, Mathematik als Pflichtfach abzuschaffen, was ebenfalls den Willen zeigt, hohe Anforderungen an das Wissen der Bewerber beizubehalten. Somit bleibt das Ministerium für Bildung und Wissenschaft trotz der Herausforderungen für Studienbewerber seinen Prinzipien einer hohen Bildungsqualität treu.
Die Situation der Bewerber unterstreicht, wie wichtig die Aufrechterhaltung hoher Bildungsstandards ist, insbesondere für Fachrichtungen von gesellschaftlicher Relevanz. Die Debatten über die Bestehensgrenze und Pflichtfächer verdeutlichen die Spannung zwischen Wissensanforderungen und der realen Vorbereitung junger Fachkräfte. Das Festhalten an strengen Bildungsvorgaben könnte der Schlüssel zur Sicherung kompetenter Arbeitskräfte in der Zukunft sein.
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