Das Geschäft mit der Angst: Wie ein Deserteur Ukrainer um Tausende Euro betrügt.

Das Geschäft mit der Angst: Wie ein Deserteur Ukrainer um Tausende Euro betrügt
Das Geschäft mit der Angst: Wie ein Deserteur Ukrainer um Tausende Euro betrügt

Viktor Chopta: Ein Gesuchter macht Profit mit illegalen Mobilmachungs-Dienstleistungen

Nach Angaben von TSN.ua: Das Rechercheprojekt 'Khapuga.UA' hat die Machenschaften von Viktor Chopta aufgedeckt. Der Mann bietet illegale Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Mobilmachung an, entpuppt sich jedoch als Betrüger und Deserteur. Chopta lebt seit mehr als vier Jahren nicht mehr in der Ukraine. Seine letzte Ausreise über die Grenze datiert auf den 25. Oktober 2021. Seitdem entzieht er sich der Strafverfolgung, da gegen ihn ein Haftbefehl nach Artikel 186 des Strafgesetzbuches der Ukraine (Raub unter Anwendung von Gewalt) vorliegt.

Illegale Angebote und systematischer Betrug

Für seine angeblichen 'Dienstleistungen' verlangt Chopta pauschal 8.000 Euro, wobei ein Vorschuss von 2.000 Euro fällig wird. Obwohl er mit angeblichen 'Erfolgsgeschichten' wirbt, handelt es sich dabei um reine Fiktion. Ein Komplize, Valentyn Kovalevych, ist ebenfalls ein Deserteur, der zweimal vom Militärdienst geflohen ist. Kovalevych wurde im August 2025 von Grenzschützern nur 50 Meter von der Grenze entfernt festgenommen.

Bohdan Stefaniv, ein in der Sache bekannter Mann, bezeichnet Chopta als 'Scammer'. Er bestätigt, dass nach ihm gefahndet wird, und zitiert ein Kopfgeld:

„Es stehen 50.000 Euro auf Informationen zu seinem Aufenthaltsort.“

In der Ukraine existieren Dutzende dubiose Anbieter, die offen folgende illegale Services offerieren:

  • Löschung aus der militärischen Musterungsliste;
  • Entfernung aus der Fahndungsdatenbank der Mobilmachungszentren (TZK);
  • Fingierte Bescheinigungen über 'Vielväterlichkeit' gegen Geld.

Chopta nutzt diese Situation skrupellos aus und täuscht Ukrainer, die der Einberufung entgehen wollen. Seine Aktivitäten stehen daher im Fokus von Strafverfolgungsbehörden und Öffentlichkeit. Der Schaden, den er anrichtet, trifft nicht nur die direkten Opfer, sondern untergräbt auch die Rechtsordnung im Land. Solche Fälle zeigen die Herausforderungen im Kriegskontext, wo Verzweiflung und Angst von Kriminellen ausgenutzt werden. Die Behörden sind gefordert, gegen diese Betrugsmaschen entschlossen vorzugehen und die Bevölkerung besser aufzuklären.

Die Aktivitäten von Viktor Chopta offenbaren gravierende Probleme mit Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit in der Ukraine, insbesondere im Kontext der Kriegsmobilmachung. Seine Betrugsmethoden machen die Verletzlichkeit derjenigen deutlich, die dem Dienst zu entkommen suchen, und unterstreichen den dringenden Bedarf an schärferen Kontrollen gegen derartige kriminelle Geschäftsmodelle. Die Strafverfolgungsbehörden müssen ihre Anstrengungen intensivieren, um diese Verbrechen aufzudecken und Bürger vor Schaden zu bewahren.


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