Bericht eines Mitgefangenen: Brutale Haftbedingungen für Journalistin Viktoria Roschtschina.
Systematische Misshandlungen in russischer Untersuchungshaft
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Journalistin Viktoria Roschtschina, die im August 2023 in russische Gefangenschaft geriet, schilderte nach ihrer Freilassung im Oktober 2025 grausame Haftbedingungen. Ihre Aussagen belegen systematische Schläge und die systematische Verweigerung psychologischer Hilfe im Untersuchungsgefängnis (SIZO) von Taganrog. Ihr Fall wirft ein grelles Licht auf die Zustände in russischen Haftanstalten.
Viktoria Roschtschina verstarb am 19. September 2024 im SIZO Nr. 3 der Stadt Kiselyovsk in der Region Perm der Russischen Föderation. Die offizielle Todesnachricht erhielt ihr Vater erst im Oktober 2024. Ein ehemaliger Mithäftling mit dem Pseudonym "Britwa" berichtete, Roschtschina sei wiederholt in eine Einzelzelle (Karzer) gesperrt worden. Der Grund: angebliches "Fehlverhalten", weil sie "laut" gewesen sei und sich "schlecht benommen" habe.
Isolationshaft und Gewalt
Der Ex-Häftling schilderte die Zustände im Karzer als von regelmäßiger Prügel geprägt. Er gab an, die Schreie von Roschtschina gehört zu haben, als sie – seinen Worten nach – eine Kunststoffabdeckung abriss und sich damit die Venen aufritzte. Diese Verletzung sei jedoch nicht lebensbedrohlich gewesen; sie habe sich dabei nur "die Haut beschädigt". Solche Berichte unterstreichen das extreme Ausmaß der Misshandlungen.
Die geschilderten Fakten zeichnen das Bild entsetzlicher Haftbedingungen für die ukrainische Journalistin. Die Schilderungen des Mitgefangenen bezeugen eine brutale und völlig inakzeptable Behandlung von Inhaftierten. Dies weckt massive Besorgnis über die Menschenrechtslage in Russland, insbesondere bei politisch motivierten Inhaftierungen.
Der Fall Viktoria Roschtschina steht exemplarisch für das Problem der Menschenrechte in russischen Gefängnissen, vor allem bei politischen Gefangenen und Medienschaffenden. Solche Vorfälle machen deutlich, wie dringend internationaler Druck und unabhängige Kontrollen der Haftbedingungen notwendig sind. Die Weltgemeinschaft muss auf solche Vorkommnisse reagieren und Maßnahmen zum Schutz grundlegender Rechte ergreifen.
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