Neue Regelungen für Hinterbliebene: So ändert ein Gesetz die Entschädigungen für Angehörige gefallener oder vermisster Soldaten.

Neue Regelungen für Hinterbliebene: So ändert ein Gesetz die Entschädigungen für Angehörige gefallener oder vermisster Soldaten
Neue Regelungen für Hinterbliebene: So ändert ein Gesetz die Entschädigungen für Angehörige gefallener oder vermisster Soldaten

Einheitliche Entschädigungssumme für Angehörige

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Regierung hat die finanziellen Leistungen für Familien von Soldaten neu geregelt, die im Krieg gefallen oder vermisst sind. Das Parlament, die Werchowna Rada, verabschiedete dazu das Gesetz Nr. 13646. Es sieht für alle betroffenen Familien einen einheitlichen Höchstbetrag von bis zu 15 Millionen Hrywnja vor. Diese Neuregelung schafft erstmals eine klare, für alle gleiche finanzielle Grundlage.

Das Gesetz Nr. 13646 ist bereits von der Werchowna Rada beschlossen worden. Die maximale Auszahlungssumme für die Hinterbliebenen beträgt damit 15 Millionen Hrywnja. Derzeit erhalten Familien vermisster Soldaten monatlich etwa 120.000 Hrywnja. Wird der Tod offiziell bestätigt, wird die Differenz zum Höchstbetrag von 15 Millionen nachgezahlt. Allerdings bekommen Angehörige Vermisster vor der Todesfeststellung nur etwa 50 Prozent der genannten Gesamtsumme ausgezahlt.

Status 'Vermisst' kann Jahre andauern

In den Jahren 2022 bis 2025 erhielten die Angehörigen die volle finanzielle Unterstützung. Seit 2025 jedoch werden die Zahlungen auf alle berechtigten Familienmitglieder aufgeteilt. Die Dauer des Status 'Vermisst' variiert stark und kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. Für die betroffenen Familien bedeutet diese Ungewissheit eine enorme psychische und finanzielle Belastung.

Der ukrainische Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, betonte, dass das Gesetz einen 'einheitlichen und transparenten Ansatz für die Auszahlungen' gewährleiste.

Kritik kommt dagegen von Olena Tolkatschenowa. Sie sieht in der Neuregelung 'einen Abbau sozialer Garantien für Familien, die auf die Rückkehr ihrer Angehörigen aus der Gefangenschaft oder als Vermisste warten'.

Die Änderungen bei den Entschädigungen sind ein wichtiger Schritt zur Absicherung der Hinterbliebenen. Trotz des einheitlichen Ansatzes gibt es Bedenken, dass die neuen Regelungen zu einer Absenkung des sozialen Standards für Familien führen könnten, deren Angehörige weiterhin als vermisst gelten. Dies könnte die finanzielle Stabilität und die Moral in den betroffenen Haushalten erheblich beeinträchtigen.


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