Einberufung von Reservisten in Armenien: Rückkehrer aus Russland müssen mit Vorladungen rechnen.
Reservisten-Übungen in Armenien gestartet
Nach Angaben von Espreso.tv: Der armenische Wirtschaftsminister Geworg Papojan hat angekündigt, dass im Land Reservisten-Übungen stattfinden. Diese sind vom 31. März bis zum 19. Juni angesetzt. Die Behörden kontrollieren derzeit verstärkt Personen, die aus Russland einreisen. Einigen von ihnen werden dabei Vorladungen ausgehändigt. Papojan äußerte sich dazu mit den Worten:
„Ich bin sehr froh, denn wir brauchen sie“.
Armenien hat rund 3 Millionen Einwohner und bemüht sich, seine Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit unter den gegenwärtigen Bedingungen zu gewährleisten. Die Regierung prüft zudem Pläne für einen möglichen Transport von bis zu 100.000 Menschen. Die Kosten dafür werden auf 50 Millionen Dollar geschätzt. Damit reagiert das Land auf die angespannte geopolitische Lage in der Region.
Stabilität und Integrationsfragen
Parallel dazu erklärte Premierminister Nikol Paschinjan, dass es derzeit keine Grundlage für ein Referendum über eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union oder der Eurasischen Wirtschaftsunion gebe. Dies zeigt, dass die Führung des Landes innenpolitische Stabilität trotz globaler Herausforderungen bewahren will.
Die Mobilmachung der Reservisten ist eine Reaktion auf äußere Bedrohungen und unterstreicht den ernsthaften Willen der armenischen Regierung, die nationale Sicherheit zu stärken. Die Überprüfungen von Reisenden aus Russland deuten auf Besorgnis über mögliche militärische und politische Risiken hin. Der Verzicht auf ein Integrationsreferendum zeigt, dass Armenien interne Konflikte vermeiden möchte – ein wichtiger Faktor für den sozialen Frieden im Land.
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