Acht EU-Staaten fordern Einreiseverbot für russische Soldaten in den Schengen-Raum.
Einreiseverbot für russische Militärangehörige in den Schengen-Raum gefordert
Nach Angaben von TSN.ua: Die Staats- und Regierungschefs von acht europäischen Ländern haben eine Initiative gestartet, die darauf abzielt, russischen Soldaten die Einreise in den Schengen-Raum zu untersagen. Sie fordern eine entsprechende Änderung des EU-Visakodex. Folgende Staaten unterstützen diesen Vorstoß:
- Estland
- Finnland
- Deutschland
- Lettland
- Litauen
- Polen
- Rumänien
- Schweden
Der Vorschlag wurde dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, sowie der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, übermittelt. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, die die beteiligten Länder dem Thema beimessen.
Estlands Vorreiterrolle und die Reaktionen der Führungsspitzen
Estland ist in dieser Frage bereits vorangegangen und hat mehr als 1.300 Personen, die auf russischer Seite am Krieg gegen die Ukraine teilgenommen haben, die Einreise in den Schengen-Raum verweigert. Besonders hervorzuheben ist, dass Estland im Januar erstmals 261 russischen Soldaten die Einreise untersagte. Die führenden Politiker der beteiligten Länder betonen, dass dies erst der Anfang von Beschränkungen für Hunderttausende von Besatzungssoldaten sei, die ihrer Ansicht nach im Schengen-Raum nichts zu suchen hätten.
„Wir sind der Auffassung, dass eines der schwerwiegendsten und dauerhaftesten Risiken die potenzielle Bewegung ehemaliger und aktiver russischer Kombattanten in den Schengen-Raum darstellt.“
Gitanas Nausėda, Präsident Litauens
Der estnische Verteidigungsminister Margus Tsahkna ergänzte: „Dies ist lediglich der Beginn von Einschränkungen für Hunderttausende von Besatzern, die im Schengen-Raum nichts verloren haben.“ Diese Aussage verdeutlicht die Entschlossenheit der Initiatoren.
Hintergrund der Initiative ist die Absicht, die Sicherheit in Europa zu erhöhen. Es besteht ernsthafte Sorge, dass russische Militärangehörige ungehindert in den Schengen-Raum eindringen könnten. Die Staatschefs hoffen, mit ihren Bemühungen dieses bedrohliche Szenario verhindern zu können. Der Vorstoß ist Teil einer umfassenderen europäischen Strategie als Reaktion auf die russische Aggression in der Ukraine, die bereits zu erheblichen Veränderungen in der Sicherheitspolitik des Kontinents geführt hat.
Die Einführung solcher Beschränkungen sendet ein Signal der Solidarität unter den europäischen Staaten und unterstreicht das Bestreben, die eigenen Grenzen vor potenziellen Gefahren zu schützen. Die Reaktion der Schengen-Mitgliedstaaten auf diesen Vorschlag könnte die weitere Entwicklung der Beziehungen zu Russland maßgeblich beeinflussen und die Sicherheitslage in der Region prägen.
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