"Kampf mit gebundenen Händen": Kuleba wendet sich nach morgendlichem Angriff Russlands an den Westen.
Der ukrainische Außenminister Dmitro Kuleba forderte die westlichen Partner auf, die Beschränkungen für Angriffe auf das russische Territorium nach dem Raketenangriff Russlands auf die Ukraine am 2. September zu überdenken. Gestern startete Russland 35 Raketen und 23 Drohnen auf ukrainisches Gebiet, darunter nordkoreanische ballistische Raketen KN-23.
Kuleba wies darauf hin, dass die Ukraine gezwungen ist, mit gebundenen Händen zu kämpfen, da die Aggressoren keine Beschränkungen haben, während die Ukraine in den Mitteln der Selbstverteidigung eingeschränkt ist. Er forderte den Westen auf, die Beschränkungen des „rechtmäßigen Rechts der Ukraine zur Selbstverteidigung gemäß der UN-Charta“ aufzuheben und betonte insbesondere das Recht, militärische Ziele auf russischem Territorium anzugreifen.
Der Minister wies auch auf die Bedrohung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea hin und machte auf die möglichen negativen Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum aufmerksam. Er forderte asiatische Partner auf, die Möglichkeit einer Erhöhung der militärischen Hilfe für die Ukraine in Betracht zu ziehen, da dies Europa und Asien stabiler und sicherer machen würde.
Während des Angriffs auf Kiew am 2. September zerstörten die ukrainischen Luftverteidigungskräfte mehr als 10 Marschflugkörper, etwa 10 ballistische Raketen und eine bewaffnete Drohne im Luftraum der Hauptstadt.
Lesen Sie auch
- Kuleba zur Lage in Transnistrien: Keine militärische Gefahr für die Ukraine
- Korruptionsvorwurf gegen Selenskyjs Stabschef: Ermittlungen belasten die Regierung
- Russland stellt Bedingung für Frieden: Kiew soll Truppen binnen 60 Tagen abziehen
- Flugverkehr in der Ukraine bleibt eingestellt: Regierung nennt Sicherheitsbedenken als Haupthindernis
- US-Pastor ruft dazu auf, auf Kyrylo Budanow zu hören: Das sagte er über einen möglichen dritten Weltkrieg
- Kulebas Einschätzung zu Budanow: Warum der Ex-Außenminister den neuen OP-Chef als Stratege lobt

