Zwei Investoren kämpfen um Claire’s: Was wird mit der Einzelhandelskette in der Ukraine passieren?.

Zwei Investoren kämpfen um Claire’s: Was wird mit der Einzelhandelskette in der Ukraine passieren?
Zwei Investoren kämpfen um Claire’s: Was wird mit der Einzelhandelskette in der Ukraine passieren?

Nach Angaben von The Sun: Zwei große Einzelhändler versuchen, Claire’s, die beliebte Zubehörkette, die im letzten Monat in die Verwaltung gegangen ist und mehr als 2.150 Arbeitsplätze bedroht, zu retten.

Modella Capital, der neue Eigentümer der WH Smith-Geschäfte, und Dag Pathman, der in der Vergangenheit HMV gerettet hat, haben ihre Angebote zum Kauf der britischen Tochtergesellschaft dieses Einzelhändlers abgegeben, berichtet Sky News.

Die Administratoren von Interpath halten derzeit alle 278 Claire’s-Filialen in Großbritannien und 28 in Irland geöffnet

Claire’s, ein beliebter Treffpunkt für Teenager und ein Ort für Ohrlochstecherei, sieht sich ernsthaften finanziellen Problemen gegenüber, einschließlich eines Verlusts von 25 Millionen Pfund Sterling in den letzten drei Jahren.

Die Geschäfte des Unternehmens in Großbritannien erlitten erheblichen Schaden aufgrund steigender Kosten, Inflation und Veränderungen im Kaufverhalten, während die Verbraucher zunehmend Online-Plattformen wie Amazon und Temu bevorzugen.

Modella Capital, das bereits 480 WH Smith-Geschäfte erworben hat und derzeit diese unter dem neuen Namen TG Jones umbringt, könnte seine Position im britischen Einzelhandel stärken, wenn es Claire’s kauft.

Dag Pathman, bekannt für seine erfolgreiche Arbeit bei der Rettung von HMV im Jahr 2019, versucht ebenfalls, diesen Platz zu gewinnen, obwohl seine Position derzeit unklar bleibt.

Die Administratoren von Interpath halten alle 278 Claire’s-Filialen in Großbritannien und 28 in Irland geöffnet, was Hoffnung für 2.150 Mitarbeiter gibt.

Experten glauben jedoch, dass jeder neue Eigentümer wahrscheinlich viele Geschäfte schließen wird, da nur etwa 100 davon als rentabel gelten können.

Die Probleme von Claire’s in Großbritannien traten nach dem Bankrott ihrer Muttergesellschaft in den USA auf, die Anfang August Insolvenz angemeldet hat.

Während die amerikanischen Tochtergesellschaften Käufer für 950 ihrer Geschäfte fanden, bleibt die Zukunft der britischen Aktivitäten fraglich.

Derzeit sind die Claire’s-Filialen weiterhin geöffnet, aber Online-Bestellungen wurden vorübergehend ausgesetzt, und Rückgaben für nicht versandte Käufe werden jetzt bearbeitet.

Probleme in den Hauptstraßen

Bodycare, das seine Geschichte als Marktkiosk in Lancashire in den 1970er Jahren begann, hat letzten Freitag Administratoren von Interpath Advisory ernannt.

Sofort wurden 32 Geschäfte geschlossen, was zur Entlassung von etwa 450 Mitarbeitern führte.

Derzeit sind 115 Geschäfte geöffnet, während die Administratoren Möglichkeiten für die Zukunft des Geschäfts prüfen.

Ohne neuen Besitzer können jedoch weitere Geschäftsschließungen eintreten.

Wie viele andere Unternehmen leidet Bodycare unter steigenden Kosten und sinkenden Verbraucherbudgets.

  • Vor kurzem entgingen River Island und Poundland dem Bankrott dank Vereinbarungen mit Gläubigern über Umstrukturierungspläne, die die Schließung von Geschäften und die Reduzierung von Arbeitsplätzen beinhalten.
  • River Island plant, bis Januar bis zu 33 Geschäfte zu schließen, um Schulden abzubauen.
  • Poundland wird im Rahmen der Umstrukturierung 68 Geschäfte schließen, die auch eine Senkung der Mieten für 180 Standorte sowie die Schließung von Frozen Food-Linien und Online-Ressourcen umfasst.

Unter den Schließungen wird das Darton Frozen Food Distributionszentrum Ende des Jahres seine Tätigkeit einstellen, was bedeutet, dass Poundland keinen Online-Verkauf und keine Tiefkühlkost mehr anbieten wird.

Darüber hinaus plant das nationale Vertriebszentrum in Bilston ebenfalls Schließungen Anfang 2026.

Ab dem 16. September können Käufer keine Produkte mehr online kaufen, und das Treueprogramm Poundland Perks wird eingestellt.

Nutzer des Poundland Perks-Programms, die sich angemeldet haben, haben bis zum 15. Januar 2026 Zeit, ihre Belohnungen einzulösen.

Poundland plant jedoch, das Sortiment an 1-Pfund-Artikeln zu erweitern und sich auf Damenmode und Saisonprodukte zu konzentrieren, falls die Umstrukturierung erfolgreich umgesetzt wird.

In der Zwischenzeit hat der Modeeinzelhändler New Look in diesem Jahr mehrere Geschäfte in Großbritannien geschlossen und Irland ebenfalls verlassen.

Außerdem ist Claire’s im letzten Monat in die Verwaltung gegangen und hat die Online-Bestellungen für ihre Kunden eingestellt.

Das Netzwerk Monki, das zu H&M gehört, hat im August ebenfalls seine letzten Geschäfte geschlossen.

Schmerzhafte Veränderungen im Jahr 2025

Die British Retail Consortium prognostiziert, dass die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber die Einzelhandelsbranche 2,3 Milliarden Pfund kosten wird.

Das Centre for Retail Research (CRR) warnte ebenfalls, dass in diesem Jahr etwa 17.350 Geschäfte schließen werden.

Dies geschah nach einem schwierigen Jahr 2024, in dem 13.000 Geschäfte geschlossen wurden, was bereits einen Anstieg von 28 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Professor Joshua Bamfield, Direktor des CRR, merkte an: „Die Ergebnisse des Jahres 2024 zeigen, dass, auch wenn die Ergebnisse hinsichtlich der Geschäftsschließungen insgesamt nicht so düster waren wie in den Jahren 2020 oder 2022, die Situation weiterhin besorgniserregend bleibt und die Aussichten für 2025 noch schlechter sind.“

Professor Bamfield wies auch auf die schlechte Prognose für 2025 hin, wonach in der Branche bis zu 202.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

„Steigende Kosten für den Geschäftsbetrieb und Ausgaben für jeden Haushalt könnten dazu führen, dass die Verluste im Einzelhandel die pandemische Verlusthöhe von 2020 übertreffen.“


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