Tausende von Milliarden in KI investieren: Warum Experten vor einer neuen Blase warnen.

Tausende von Milliarden in KI investieren: Warum Experten vor einer neuen Blase warnen
Tausende von Milliarden in KI investieren: Warum Experten vor einer neuen Blase warnen

Nach Angaben von Vox: Heutzutage hat praktisch jedes Technologieunternehmen seine eigene KI: Google Gemini, OpenAI’s ChatGPT, MetaAI. Investitionen in KI erreichen Rekordhöhe, was sich positiv auf den Aktienmarkt auswirkt. Sogar das Weiße Haus plant, sich diesem Trend anzuschließen.

Sind wir in einer KI-Blase?

Laut Paul Kedrosky, Partner bei SK Ventures und Experte am MIT, befinden wir uns tatsächlich in einer Blase, jedoch nicht in der, die alle fürchten. Er merkt an:

„KI ist eine äußerst wichtige Technologie,“
und weist auf die Ausgaben für die KI-Infrastruktur hin, wie zum Beispiel Rechenzentren. Kedrosky warnt:
„Wir geben enorme Summen für die grundlegende Infrastruktur von KI aus, mit der Wahrscheinlichkeit, die meisten dieser Ausgaben nicht zurückzuerhalten, und mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit, dass die meisten dieser Vermögenswerte aufgrund ihrer schnellen Abschreibung wertlos werden.“

Was passiert, wenn die Blase platzt?

Kedrosky betont, dass die Ausgaben für Rechenzentren die Billionen-Dollar-Marke erreichen könnten. Prognosen zeigen, dass diese Ausgaben 2 Billionen Dollar übersteigen werden. Ein signifikanter Teil der Ausgaben für diese Infrastruktur wird jedoch durch Schulden gedeckt, was zusätzliche Risiken schafft.

„Alle glauben, dass sie die richtigen Dinge tun, aber indem wir all diese 'richtigen Dinge' zusammenlegen, erhalten wir eine riesige Menge an Ausgaben,“
- bemerkt er und vergleicht es mit den Eisenbahnblasen des 19. Jahrhunderts.

Warum fließen die Gelder weiterhin in KI?

Nicht jeder im Technologiesektor glaubt, dass wir uns in einer Blase befinden. Viele sind der Meinung, dass dies mit Sicherheit die wichtigste Technologie unserer Zeit ist. Laut Kedrosky herrscht in der Tech-Community die Meinung, dass es ein großer Fehler wäre, die Entwicklung von KI zu bremsen, trotz aller Warnungen.

Historische Blasen und deren Auswirkungen

Kedrosky weist darauf hin, dass die Geschichte der Menschheit von Blasen geprägt ist, und zitiert als Beispiele die Eisenbahnen und die Elektrifizierung in den 1920er Jahren.

„Die Elektrifizierung und die damit verbundene verrückte Aktivität trugen zum Anstieg des Aktienmarktes in den 1920er Jahren bei und führten zur Krise von 1929 und halfen, die Große Depression auszulösen,“
- fügt er hinzu.

Folgen von Blasen

Kedrosky warnt, dass Blasen immer enormen Schaden anrichten.

„Wenn alles kippt und die Indexfonds um 20-30% fallen, werden Sie wesentlich ärmer sein als zuvor,“
- betont er die möglichen Folgen für die Wirtschaft.

Er merkt auch an, dass obwohl nach jeder Blase etwas Nützliches übrig bleiben kann, die meisten technologischen Revolutionen bedeutenden Schaden anrichten und Jahrzehnte zur Erholung auf das vorherige Niveau benötigen können.

„Langfristig kann alles gut werden, aber langfristig sind wir auch alle tot,“
- fasst er zusammen.

Insgesamt stellt Kedrosky wichtige Fragen zur Nachhaltigkeit und den Risiken, denen die Technologiebranche in Zeiten des rasanten Wachstums der Künstlichen Intelligenz gegenübersteht. Experten debattieren weiterhin darüber, wie gut diese Innovationen finanziellen und wirtschaftlichen Prüfungen standhalten können, sodass es wichtig ist, die Trends in diesem Bereich aufmerksam zu verfolgen.


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