22 Steinblöcke des Pharos von Alexandria aus dem Mittelmeer geborgen: Neue Erkenntnisse.
Bergung monumentaler Steinblöcke aus dem Mittelmeer
Nach Angaben von TSN.ua: Taucher haben 22 gewaltige Steinblöcke vom Grund des Mittelmeers geborgen, die einst Teil des berühmten Leuchtturms von Alexandria waren. Dieses Bauwerk diente über tausend Jahre lang als unverzichtbare Landmarke für Schiffe im Hafen von Alexandria. Einige der geborgenen Blöcke wiegen bis zu 80 Tonnen, was die enorme Größe und Dimension der gesamten Konstruktion verdeutlicht. Der Leuchtturm wurde im 3. Jahrhundert vor Christus unter der Herrschaft von Ptolemaios II. errichtet und erreichte eine Höhe von über 100 Metern.
Das Leuchtfeuer an seiner Spitze war bis zu 50 Kilometer weit sichtbar und machte ihn zu einem unersetzlichen Navigationshilfsmittel für Seefahrer jener Zeit. Allerdings wurde das Bauwerk im 14. Jahrhundert durch schwere Erdbeben in den Jahren 1303 und 1323 weitgehend zerstört. Die heutige Bergung der Blöcke ist ein bedeutender Schritt, um mehr über die Bauweise und die historische Bedeutung dieses antiken Wunders zu erfahren.
Das PHAROS-Projekt
Die geborgenen Blöcke werden nun im Rahmen des internationalen PHAROS-Projekts untersucht. Die Forscher setzen moderne Techniken wie 3D-Scans ein, um ein digitales Abbild des Leuchtturms zu erstellen. Dieses Vorhaben dient nicht nur dem Erhalt des kulturellen Erbes, sondern verspricht auch neue Einsichten in eine der bekanntesten architektonischen Meisterleistungen der Antike. Die Analyse der Steinblöcke soll Aufschluss über die technischen Besonderheiten des Baus und seine Rolle in der antiken Schifffahrt geben.
Die Bergung der Blöcke aus dem Mittelmeer markiert einen wichtigen Meilenstein in der Erforschung der Geschichte und Architektur der antiken Welt. Das PHAROS-Projekt eröffnet neue Wege, um Denkmäler zu untersuchen und zu bewahren, die die Entwicklung der Seefahrt und Navigation maßgeblich beeinflusst haben. Diese Bemühungen könnten dazu beitragen, das Wissen über die technischen Errungenschaften vergangener Zivilisationen wiederherzustellen und die Bedeutung des Kulturerbes für kommende Generationen zu unterstreichen.
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