VPN-Betreiber in der Ukraine gefasst: Er half Hackern bei Angriffen.
Zerschlagung eines VPN-Dienstes
Nach Angaben von Novyny.live: Am 26. Mai führten Ermittler aus sieben Ländern eine gemeinsame Aktion durch, die einen Administrator des Dienstes First VPN ins Visier nahm. Kriminelle nutzten die Plattform, um Erpressungssoftware-Attacken zu verschleiern. Die Festnahme erfolgte in Dnipro, nachdem ein Gerichtsdurchsuchungsbeschluss erwirkt worden war.
Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten unter anderem:
- Computerhardware,
- Mobilgeräte,
- über 30 Server.
Die Ermittlungen zu diesem Fall hatten bereits 2022 begonnen – ein Hinweis auf den langwierigen Prozess der Beweissicherung und internationalen Abstimmung. Dieser Erfolg gilt als wichtiger Schlag gegen die Cyberkriminalität.
Gemeinsam gegen Cyberbedrohungen
Die Koordination der länderübergreifenden Operation lag bei der Justizbehörde Eurojust, die insgesamt 16 internationale Treffen zur Abstimmung der Maßnahmen einberief. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat seit Beginn des groß angelegten Krieges über 14.000 schwere Cyberangriffe auf die Ukraine abgewehrt – ein Beleg für die hohe Verteidigungsbereitschaft des Landes.
Die Aktion verdeutlicht, wie die internationale Gemeinschaft gegen die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität vorgeht, die in den letzten Jahren viele Staaten massiv getroffen hat.
Dass Betreiber solcher VPN-Dienste, die für illegale Aktivitäten missbraucht werden, nun zur Rechenschaft gezogen werden, unterstreicht den Wert enger Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Angesichts der aktuellen Herausforderungen könnten derartige Maßnahmen die Handlungsspielräume von Kriminellen deutlich einschränken und die Cybersicherheit in der Ukraine und anderen Ländern spürbar verbessern.
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