Weltweite Gasversorgung in Gefahr: Droht die Blockade der Straße von Hormus?.
Iran-Krise spitzt sich zu
Nach Angaben von Novyny.live: Die zunehmenden Spannungen im Konflikt mit dem Iran könnten die globale Gasversorgung massiv beeinträchtigen und damit Preise und Märkte weltweit in Aufruhr versetzen. Ein Faktor ist dabei von entscheidender Bedeutung: Rund 20 Prozent aller weltweiten Exporte von Flüssigerdgas (LNG) passieren die strategisch vitale Straße von Hormus. Diese Wasserstraße ist somit eine Lebensader für die globale Energieversorgung.
Die Lage an der Meerenge ist bereits jetzt angespannt. Der Schiffsverkehr von Tankern liegt weitgehend brach. Mindestens elf Schiffe, die Katar ansteuerten oder von dort kamen, haben ihre Fahrten vorübergehend eingestellt. Dies birgt erhebliche Risiken für China, das fast ein Drittel seines Flüssiggases aus Katar bezieht. Lieferengpässe würden die Energiesicherheit der asiatischen Großmacht direkt bedrohen.
Europas Energiereserven unter Druck
Die europäischen Gasspeicher sind derzeit zu weniger als 52 Prozent gefüllt. Diese bereits prekäre Lage erhöht die Risiken für die Energiestabilität des Kontinents zusätzlich. Eine Sperrung der Straße von Hormus hätte daher nicht nur direkte Folgen für die unmittelbar abhängigen Staaten, sondern würde auch Nachbarländer und den Weltmarkt insgesamt treffen.
Europa mit seinen ohnehin niedrigen Reserven wäre besonders verwundbar. Die Anstrengungen, neue Lieferquellen zu erschließen, sind bereits sichtbar: So lief Ende Januar 2026 ein Tanker mit US-Flüssiggas in Polen ein – ein deutliches Zeichen für den Versuch, die Versorgung in dieser kritischen Phase zu diversifizieren. Die Entwicklung an der Straße von Hormus wird somit maßgeblich die Zukunft des Weltgasmarktes bestimmen.
Die Krise unterstreicht die extreme Anfälligkeit globaler Energielieferketten bei geopolitischen Konflikten. Ein Einbruch der Gaslieferungen könnte schwerwiegende Konsequenzen für Schlüsselländer wie China und die europäischen Staaten haben, die bereits mit energiewirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen. In einer Weltwirtschaft, die auf stabile Energieflüsse angewiesen ist, stehen die Ereignisse in dieser Schlüsselregion daher im Fokus internationaler Experten und Analysten.
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