Ukraine plant Gesetz: Einseitige Gehaltskürzungen durch Arbeitgeber werden verboten.

Ukraine plant Gesetz: Einseitige Gehaltskürzungen durch Arbeitgeber werden verboten
Ukraine plant Gesetz: Einseitige Gehaltskürzungen durch Arbeitgeber werden verboten

Neuer Gesetzentwurf soll Arbeitnehmer besser schützen

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine soll ein neues Gesetz Arbeitnehmer vor einseitigen Gehaltsänderungen durch ihre Chefs bewahren. Der Gesetzentwurf mit der Registrierungsnummer 14402, der den sperrigen Titel 'Über die Änderung einiger Gesetze bezüglich des fehlenden Rechts des Arbeitgebers, die im Arbeitsvertrag festgelegten Arbeitsbedingungen einseitig zu ändern' trägt, wurde in der Werchowna Rada eingereicht. Er stellt einen grundlegenden Schritt zum Schutz der vertraglich vereinbarten Vergütung dar. Diese Initiative gewinnt vor dem Hintergrund des Krieges zusätzlich an Bedeutung, da sie grundlegende Arbeitnehmerrechte stärken soll.

Eingebracht wurde der Vorschlag vom Abgeordneten Walerij Hnatenko. Am 29. Januar 2023 wurde der Entwurf dem parlamentarischen Ausschuss für Sozialpolitik und Veteranenrechte zur Prüfung überwiesen. Geplant sind Änderungen in Artikel 22 des Arbeitsgesetzbuches (KZPP) sowie in Artikel 22 des Gesetzes 'Über die Bezahlung der Arbeit'. Bemerkenswert ist, dass der Kriegszustand die grundlegenden Garantien zur Lohnzahlung laut Berichten nicht außer Kraft gesetzt hat.

Mehr Stabilität für Beschäftigte

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, dürften Unternehmen die vereinbarte Vergütung nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung des Arbeitnehmers, durch eine Vertragsänderung oder in strikter Einhaltung anderer gesetzlicher Vorgaben anpassen. Die festgelegten Auszahlungstermine blieben damit garantiert, was die finanzielle Planungssicherheit der Beschäftigten erhöhen würde. Ziel ist es, ein transparenteres und faireres Lohnsystem zu etablieren und Arbeitnehmer vor möglichen Willkürakten zu bewahren.

Die geplanten Neuregelungen könnten den ukrainischen Arbeitsmarkt erheblich verändern, da sie den Beschäftigten mehr Stabilität in unsicheren Zeiten bieten. Die Annahme des Entwurfs wäre ein wichtiger Schritt für den sozialen Schutz von Arbeitnehmern, besonders in einer Phase wirtschaftlicher Instabilität. Solche Maßnahmen könnten auch für andere Länder, die ihre Arbeitsbedingungen verbessern wollen, als Vorbild dienen.


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