Nach Raketenangriff auf Kiew: Selenskyj beklagt fehlende Lieferung trotz norwegischer Zusage für 200 Lenkwaffen.
Selenskyj besucht Ort des Angriffs im Kiewer Stadtteil Darnyzja
Nach Angaben von Novyny.live: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Schauplatz eines russischen Raketenangriffs im Kiewer Bezirk Darnyzja aufgesucht. Bei dem Beschuss in der Nacht zum 2. Juli kamen 21 Menschen ums Leben. Während seines Besuchs bargen Rettungskräfte den Leichnam eines dritten Opfers. Der ukrainische Staatschef machte deutlich, dass sein Land dringend Raketen zur Verteidigung benötige. Norwegen habe zwar die Finanzierung von 200 Raketen zugesichert, doch keine einzige sei bislang ausgeliefert worden.
Dringender Appell für mehr Militärhilfe
Selenskyj betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzpakets für die Ukraine. Wörtlich erklärte er:
'Die Ukraine braucht ein entsprechendes Schutzpaket, wir brauchen diese Raketen, wir drängen und verhandeln.' Wolodymyr Selenskyj
Zudem äußerte sich der Präsident zum russischen Machthaber Wladimir Putin: Dieser habe Angst vor Chaos. 'Man muss ihm die Muskeln zeigen. Auf dem Schlachtfeld hat er keine Muskeln.' Solange kein gerechter Frieden erreicht sei, werde es eine gerechte Antwort auf Russland geben, so Selenskyj weiter.
Der jüngste Angriff reiht sich in die traurige Bilanz des anhaltenden Krieges ein und unterstreicht, wie sehr die Ukraine auf internationale Unterstützung angewiesen ist. Selenskyj rief die Weltgemeinschaft auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, um dem Land zu helfen – die Lage bleibe äußerst angespannt. Der Besuch des Präsidenten am Ort des Geschehens zeigt, wie ernst er die Situation nimmt und wie dringend zusätzliche militärische Ressourcen benötigt werden.
Seine Aussagen zur Raketenlieferung spiegeln die wachsende Dringlichkeit wider: Während die Angriffe unvermindert andauern, steht die internationale Gemeinschaft vor der Frage, ob sie ihre Strategien zur Unterstützung der Ukraine anpassen muss, um deren Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
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