Warum eine Mitgliedschaft für die Ukraine im Trump-Friedensrat derzeit unmöglich ist.
Zelenskyj äußert sich zur möglichen Teilnahme am Friedensrat
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 22. Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt, dass sein Land eine Einladung in den von Donald Trump initiierten Friedensrat erhalten habe. Eine Annahme dieser Einladung sei für die Ukraine jedoch nicht möglich, solange der Krieg mit Russland andauere. Die Initiative stamme ausdrücklich vom ehemaligen US-Präsidenten, wie Selenskyj betonte.
Eine ukrainische Mitgliedschaft könne erst nach einem Ende der Kampfhandlungen in Betracht gezogen werden.
„Das ist eine Initiative von Präsident Trump. Es ist nicht meine Initiative. Ich bin nicht der Präsident der Vereinigten Staaten“, so Selenskyj wörtlich. Der ukrainische Staatschef machte unmissverständlich klar, dass sein Land den Konflikt bis zum Ende durchstehen werde:
„Für uns ist klar, dass wir in diesem Krieg bleiben werden, bis er beendet ist“.
Bedingungen für eine künftige Beteiligung
Für die Zeit nach einem Waffenstillstand erhofft sich Selenskyj, dass der Friedensrat die Überwachung der Demarkationslinie im Donbas übernehmen könnte. Sollte die Ukraine dem Gremium später beitreten, würde sie sich jedoch nicht an der Konfliktlösung im Gazastreifen beteiligen. Die Aussagen verdeutlichen die Prioritätensetzung Kiews in einer existenziellen Lage. Parallel zu diesen Erklärungen bereitet sich die ukrainische Diplomatie auf ein neues Verhandlungsformat vor: Am 23. Januar beginnen in den Vereinigten Arabischen Emiraten dreiseitige Gespräche mit den USA und Russland, die mehrere Tage andauern sollen.
Die klare Positionierung Selenskyjs unterstreicht, dass die Ukraine sich nicht in Friedensinitiativen einbinden lassen kann, solange ihr Hoheitsgebiet angegriffen wird. Sie macht zugleich den Bedarf an fortgesetzter internationaler Unterstützung im Abwehrkampf gegen die russische Invasion deutlich. Die anstehenden Gespräche in den Emiraten werden von Beobachtern als ein möglicher, wenn auch schwieriger Schritt auf dem langen Weg zur Deeskalation gewertet.
Lesen Sie auch
- Ukraine wird das SAMP/T-Luftverteidigungssystem für ballistische Bedrohungen erhalten: Lieferzeitrahmen bekannt gegeben
- Putins Sicherheitsversprechen in Frage gestellt: Drohnenangriffe erschüttern das Petersburg-Forum
- Offener Brief an Putin: Selenskyj sendet Botschaften nach Washington und Europa
- 70-Milliarden-Paket für die Ukraine: Was die NATO plant
- Milliarden für die ukrainische Kultur: Selenskyj kündigt neues Förderprogramm „Tysjatschowesna“ an
- Ukraines 'Thousand Springs'-Programm: Milliarden für Filme, Musik und Animation

