Kosten-Nutzen-Dilemma: Warum die Patriot gegen Shahed-Drohnen kaum eine Chance hat.

Kosten-Nutzen-Dilemma: Warum die Patriot gegen Shahed-Drohnen kaum eine Chance hat
Kosten-Nutzen-Dilemma: Warum die Patriot gegen Shahed-Drohnen kaum eine Chance hat

Präsident Selenskyj zur Patriot-Luftabwehr: Ein teures System gegen eine billige Bedrohung

Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die mangelnde Effizienz des Patriot-Systems im Kampf gegen iranische Shahed-Drohnen kritisiert. Seiner Einschätzung nach ist eine einzelne dieser Drohnen etwa 40 Mal günstiger als eine Abwehrrakete. Dieses Missverhältnis mache die Aufgabe der Luftverteidigung enorm schwierig. Selenskyj betonte zudem, dass sechs Anfragen aus Ländern des Nahen Ostens zur Unterstützung des Luftraumschutzes eingegangen seien. Die Ukraine sei bereit, ihre gesammelten Erfahrungen auf diesem Gebiet zu teilen.

Irans Drohgebärden und die geopolitische Lage

Weiterhin äußerte sich Selenskyj zu den Drohungen aus dem Iran. Teheran hatte Vergeltung für die ukrainische Unterstützung Israels angedroht.

„Solche Aussagen machen uns keine Angst. Wir hören sie seit vier Jahren täglich – genauer gesagt, seit zwölf Jahren. Das ist für uns nichts Neues“, so der Präsident. Gleichzeitig stellte er klar: „Luftverteidigung hat nichts mit offensiven Fähigkeiten zu tun.“

Zur Veranschaulichung der Herausforderungen führte er aktuelle Produktionszahlen aus den USA an: Dort würden monatlich etwa 60 bis 65 Abwehrraketen hergestellt, was einer Jahresproduktion von 700 bis 800 Raketen entspricht. Dem stellte er gegenüber, dass allein am ersten Tag des jüngsten Konflikts im Nahen Osten 803 Raketen abgefeuert wurden. Selenskyj wies darauf hin, dass ein längerer Krieg im Iran für Wladimir Putin von Vorteil sein könnte.

Die folgenden Experten werden in diesem Zusammenhang zitiert:

  • Wjatscheslaw Potapenko, stellvertretender Direktor des Nationalen Instituts für Strategische Studien;
  • Walerij Jakowenko, Leiter der Firmengruppe DroneUA;
  • Pawlo Hwosdenko, stellvertretender Kommandeur der Spezialeinheit für unbemannte Systeme „Taifun“ der Nationalgarde;
  • Walerij Borowyk, Gründer des Rüstungslieferanten First Contact.

Selenskyjs Anmerkungen zum Patriot-System verdeutlichen die komplexen Herausforderungen der modernen Luftverteidigung, insbesondere durch die neuartige Bedrohung durch Drohnen. Für die Ukraine ist es vor diesem Hintergrund und der angespannten Lage im Nahen Osten entscheidend, internationale Unterstützung zu erhalten und ihre Abwehrstrategien anzupassen. Die vertiefte Zusammenarbeit mit den Staaten der Region könnte ein wichtiger Baustein zur Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit sein.


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