Neue russische Großangriffe drohen: Selenskyj warnt Österreich und spricht über EU-Beitrittsperspektive.
Gespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten und dem österreichischen Kanzler
Nach Angaben von UATV: Am 29. Mai 2023 informierte Wolodymyr Selenskyj den österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker über die Vorbereitung weiterer massiver Angriffe Russlands auf die Ukraine. Im Zentrum standen zudem die Fortschritte der Ukraine auf dem Weg in die Europäische Union. Selenskyj bedankte sich beim Kanzler für dessen Mitgefühl angesichts der anhaltenden russischen Luftangriffe und betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Reaktionen der Partnerländer – insbesondere bei der Lieferung von Abwehrsystemen gegen ballistische Raketen.
Der ukrainische Präsident erklärte, die Geheimdienste seines Landes hätten Hinweise auf neue groß angelegte Attacken Russlands auf ukrainische Städte und Gemeinden.
„Ich habe mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker gesprochen. Ich bin dankbar für die Anteilnahme angesichts der ständigen russischen Luftangriffe. Ich habe den Kanzler über die Erkenntnisse unserer Geheimdienste informiert, dass die Russen einen neuen massiven Angriff auf ukrainische Städte und Gemeinden vorbereiten. Es ist sehr wichtig, dass die Partner auf diese Beschüsse gemeinsame Antworten geben – vor allem bei der Lieferung von Abwehrsystemen gegen ballistische Raketen“, so der Präsident.
Aussichten auf den EU-Beitritt
Darüber hinaus wurde während des Treffens ausführlich über den Prozess der europäischen Integration der Ukraine gesprochen. Selenskyj äußerte die Hoffnung, dass das erste Kapitel der Beitrittsverhandlungen bereits im Juni 2023 eröffnet werden könne.
„Wir haben auch den Prozess der europäischen Integration der Ukraine im Detail besprochen. Wir erwarten, dass bereits im Juni das erste Kapitel eröffnet wird. Das ist gerecht, die Ukrainer haben es verdient. Danke an Österreich, dass es diese Sichtweise voll und ganz teilt“, betonte er.
Das Gespräch zwischen Selenskyj und Stocker drehte sich somit um zentrale Sicherheitsfragen der Ukraine angesichts der russischen Bedrohung sowie um die Bedeutung der EU-Integration – ein Zeichen für das Bestreben Kiews nach einer noch engeren Zusammenarbeit mit der Europäischen Union.
Dieses Treffen unterstreicht die Wichtigkeit internationaler Unterstützung für die Ukraine in Zeiten wachsender russischer Aggression und die Notwendigkeit der europäischen Integration als strategischen Weg. Die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten durch internationale Kooperation und die aktive Teilnahme an europäischen Prozessen könnten entscheidend für die Stabilität in der Region und die Sicherheit der ukrainischen Bevölkerung sein.
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