Ultimatum aus Kiew: Selenskyj gibt Lukaschenko eine Woche für den Rückbau von Anlagen.

Ultimatum aus Kiew: Selenskyj gibt Lukaschenko eine Woche für den Rückbau von Anlagen
Ultimatum aus Kiew: Selenskyj gibt Lukaschenko eine Woche für den Rückbau von Anlagen

Wachsende Spannungen zwischen der Ukraine und Belarus

Nach Angaben von UATV: Am 20. Juni stellte Wolodymyr Selenskyj Alexander Lukaschenko eine Frist von sieben Tagen, um Ausrüstung zu demontieren, die Russland für Angriffe auf die Ukraine von belarussischem Boden aus nutzt. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit zunehmender Konflikte zwischen den beiden Ländern. Bereits im Mai hatte Selenskyj in Kiew Swetlana Tichanowskaja empfangen, die Führerin der belarussischen Opposition – ein klares Signal der Unterstützung für die Kräfte, die sich gegen das Lukaschenko-Regime stellen. Der ukrainische Präsident will damit die militärische Bedrohung aus dem Norden eindämmen.

Die Forderung wurde am 19. Juni öffentlich gemacht: Lukaschenko soll in den Grenzregionen Belaruses Relaisstationen entweder entfernen oder komplett abschalten. Interessant ist, dass Lukaschenko sich im Juni für seine eigenen groben Äußerungen gegenüber Selenskyj entschuldigte – ein Schritt, der als diplomatisches Manöver gedeutet werden kann. Der politische Aktivist Franak Wjatschorka betont jedoch, dass Lukaschenko innenpolitisch keine Rückendeckung hat und vollständig von Wladimir Putin abhängig ist.

Diplomatie und neue Herausforderungen

Franak Wjatschorka erklärte: „So eine Situation gab es noch nie, dass ein ukrainischer Präsident öffentlich und offen eine Frist für Lukaschenko setzt, um etwas zu tun.“

Er fügte hinzu: „Selenskyj hat diesen nackten König sozusagen ins Rampenlicht gerückt“, was auf Lukaschenkos Schwäche hinweise. Wjatschorka ist überzeugt: „Die Ukraine hat derzeit einen enormen militärischen Vorteil und nutzt ihn, um auch der belarussischen Gesellschaft zu helfen, das Lukaschenko-Regime zu schwächen.“ Deshalb sei die richtige Taktik gegenüber Lukaschenko, „seine Schwäche zu zeigen und ihn unter Druck zu setzen“.

Selenskyjs Entscheidung, eine einwöchige Frist zu setzen, könnte einen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Belarus markieren – und auch im Kampf der belarussischen Bevölkerung für demokratische Reformen. Dieser Schritt verdeutlicht nicht nur die Spannungen zwischen beiden Staaten, sondern unterstreicht auch die Rolle der Ukraine als Unterstützerin der Opposition in Belarus. Die Entwicklungen könnten weitreichende Folgen für die diplomatischen und militärischen Dynamiken in der Region haben.


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