Neue Rolle für Kubrakov: Was sein Beraterposten für die ukrainische Infrastruktur bedeutet.
Kubrakov übernimmt Beraterfunktion
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Oleksandr Kubrakov zum ehrenamtlichen Berater für Infrastruktur und Zusammenarbeit mit den Gemeinden ernannt. Der ehemalige Vizepremierminister für den Wiederaufbau der Ukraine, der dieses Amt bis Mai 2024 innehatte, bleibt damit weiter in zentrale Infrastrukturprojekte und die Verbesserung der Beziehungen zu den Kommunen eingebunden. Die Position unterstreicht die strategische Bedeutung dieser Aufgaben im laufenden Wiederaufbau.
Oleksandr Kubrakov wurde am 20. August 1982 in Perschotrawensk im Gebiet Dnipropetrowsk geboren. Er ist verheiratet und Vater zweier Söhne, Oleksandr und Mark. Seine akademische Ausbildung absolvierte er von 1999 bis 2004 an der Wadym-Hetman-Wirtschaftsuniversität Kiew mit einem Abschluss in Marketing. Zusätzlich besuchte er ein Kurzzeitprogramm an der Harvard Kennedy School, was sein Engagement für berufliche Weiterentwicklung zeigt.
Stationen einer politischen Karriere
Der berufliche Werdegang Kubrakovs begann zwischen 2004 und 2011 in verschiedenen Unternehmen, darunter:
- Priokom
- AKB 'Finanzen und Kredit'
- 'Kyjiwstar'
Im Jahr 2011 wurde er Berater des damaligen Leiters der Kiewer Stadtverwaltung, Oleksandr Popow. Von 2014 bis 2016 leitete er die Direktion für Projekte der Verkehrsinfrastruktur bei der Kiewer Investitionsagentur. Anschließend war er von 2016 bis 2019 stellvertretender Direktor und später Direktor der LLC 'Stadt für Menschen'. 2019 zog er als Abgeordneter der Partei 'Diener des Volkes' ins Parlament ein.
Im November 2019 übernahm Kubrakov die Leitung von 'Ukrawtodor', bevor er im Mai 2021 zum Infrastrukturminister der Ukraine ernannt wurde. Im Dezember 2022 stieg er zum Vizepremierminister für den Wiederaufbau der Ukraine auf und trieb dort wichtige Infrastrukturinitiativen voran. Allerdings geriet er 2023 in die Schlagzeilen, als NABU und SAP eine organisierte kriminelle Gruppe aufdeckten, die Haushaltsgelder veruntreut hatte und zu der sein Stellvertreter Wassyl Losynskyj gehörte. Zudem stand Kubrakov im April 2024 nach einem russischen Raketenangriff auf das Kraftwerk Tripillja in der Kritik.
Die Ernennung zum Berater eröffnet Kubrakov neue Einflussmöglichkeiten auf die Infrastrukturentwicklung und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Dies könnte ein wichtiger Schritt im komplexen Wiederaufbauprozess des Landes sein. Seine Expertise ist in einer Phase, in der der koordinierte Ausbau zerstörter Infrastruktur überlebenswichtig ist, von besonderem Wert.
Die neue Rolle als ehrenamtlicher Berater betont die Schlüsselstellung von Infrastrukturprojekten für die Ukraine nach dem Krieg. Angesichts der enormen Herausforderungen beim Wiederaufbau können seine Erfahrung und sein Wissen dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kommunen zu verbessern. Eine effizientere Koordination ist entscheidend, um Projekte zügig umzusetzen und die knappen Budgetmittel optimal für die Bevölkerung einzusetzen.
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