Zahlreiche Abgeordnete wollen Mandat niederlegen – doch die Regierungsmehrheit hält stand.

Zahlreiche Abgeordnete wollen Mandat niederlegen – doch die Regierungsmehrheit hält stand
Zahlreiche Abgeordnete wollen Mandat niederlegen – doch die Regierungsmehrheit hält stand

Lage im ukrainischen Parlament

Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 20. Januar eingeräumt, dass viele Parlamentarier ihren Rücktritt wünschen. Trotz dieser Stimmung und trotz massiver Einflussversuche durch Finanzgruppen arbeite die regierende Monomehrheit jedoch weiter und bleibe stabil. Selenskyj betonte die Notwendigkeit der parlamentarischen Arbeit angesichts des Krieges und der enormen Herausforderungen für das Land.

Der Präsident wies darauf hin, dass viele Abgeordnete seit Beginn des groß angelegten Krieges ins Ausland gereist seien, was sich auf die Arbeitsfähigkeit der Werchowna Rada auswirke. So seien am 16. Januar während der Fragestunde an die Regierung nur etwa 10 Prozent der Volksabgeordneten anwesend gewesen. Selenskyj erklärte dazu:

'Es gibt viele Fragen. Ich sage es offen: Es gibt viele Abgeordnete, die ihre Amtszeit beenden möchten. Aber es gibt Krieg, es gibt Herausforderungen, und es gibt das Gesetz. Alle müssen arbeiten.' - Wolodymyr Selenskyj

Er kommentierte auch Versuche von Finanzgruppen, Druck auf die Monomehrheit und die Partei 'Diener des Volkes' auszuüben, um bestimmte Gesetze durchzubringen. Selenskyj stellte klar, dass die Fraktionsdisziplin trotzdem gehalten worden sei:

'Zuerst haben das Finanzgruppen versucht, inklusive der Gruppe von Kolomojskyj. Aber die Monomehrheit hat sich bewahrt... während mancher seine Freiheit nicht bewahrt hat.' - Wolodymyr Selenskyj

Fazit

Die Vorgänge im ukrainischen Parlament zeigen den schwierigen Spagat zwischen politischen Interessen und dem Erfordernis von Stabilität in Kriegszeiten. Der geäußerte Rücktrittswunsch einiger Parlamentarier offenbart den immensen Druck, unter dem sie stehen. Gleichzeitig bleibt die geschlossene Regierungsmehrheit ein entscheidender Faktor für das Funktionieren der staatlichen Institutionen. Dass das Parlament seine Arbeit auch unter finanziellen Einflussnahmen fortsetzt, ist für den Erhalt demokratischer Prozesse und die Bewältigung der nationalen Krisen unverzichtbar.


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