Energiekrise verschärft sich: In Kiew frieren 1400 Wohnblocks.
Energielage in der Ukraine spitzt sich zu
Nach Angaben von UATV: Bei einer Krisensitzung zur Energieversorgung hat Präsident Wolodymyr Selenskyj auf die dramatischen Folgen der russischen Angriffe hingewiesen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Kiew, wo mehr als 1.400 Mehrfamilienhäuser aktuell ohne Heizung sind. Auch sechs Ortschaften in der Region Cherson kämpfen mit schwerwiegenden Versorgungsengpässen. Die anhaltenden Attacken auf die Infrastruktur stellen die Ukraine vor eine der größten Herausforderungen dieses Kriegswinters.
Selenskyj betonte, dass die Lage äußerst angespannt bleibe und die Regionalbehörden alle Anstrengungen unternehmen müssten, um die Situation zu entschärfen. Er forderte zudem eine verstärkte Kommunikation mit internationalen Partnern, damit die Welt über diese fortwährende Bedrohung nicht schweigt. Lieferpausen oder Verzögerungen bei der Unterstützung dürften die Wirkung der russischen Schläge nicht noch verstärken, so der Präsident.
Massiver Raketen- und Drohnenangriff verschlimmert die Krise
Erst kürzlich hatte die russische Armee einen weiteren Großangriff geflogen, bei dem 11 ballistische Raketen des Typs 'Iskander-M' und 149 Kampfdrohnen zum Einsatz kamen. Treffer wurden an 15 verschiedenen Standorten registriert. Diese Attacken belasten das bereits schwer angeschlagene Energienetz des Landes zusätzlich und behindern Reparaturen.
Von der kritischen Energiekrise ist nicht nur Kiew betroffen. In zahlreichen weiteren Regionen ist die Versorgungslage prekär, darunter:
- Charkiw
- Oblast Sumy
- Oblast Tschernihiw
- Oblast Donezk
- Oblast Dnipropetrowsk
- Kropywnyzkyj
- Mykolajiw
- Odessa
- Oblast Poltawa
- Oblast Tscherkassy
- Oblast Schytomyr
- Oblast Winnyzja
- Oblast Lwiw
- Oblast Tscherniwzi
In all diesen Gebieten müssen die Probleme mit der Wärme- und Stromversorgung dringend gelöst werden. Die Situation verdeutlicht die schweren humanitären Folgen des Krieges, da Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer um ihre grundlegende Versorgung kämpfen. Die Regierung sucht fieberhaft nach Wegen, die Infrastruktur zu stabilisieren, und ist dabei auf internationale Hilfe angewiesen. Von der Lösung dieser Krise hängen sowohl das Überleben der Zivilbevölkerung im Winter als auch die Widerstandsfähigkeit des gesamten Landes ab.
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