Warum die Ukraine den Donbas nicht aufgibt: Zeitenwende bis Herbst 2023?.

Warum die Ukraine den Donbas nicht aufgibt: Zeitenwende bis Herbst 2023?
Warum die Ukraine den Donbas nicht aufgibt: Zeitenwende bis Herbst 2023?

Stellungnahme des ukrainischen Präsidenten

Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat jede Vorstellung, den Donbas an Russland abzutreten, entschieden zurückgewiesen. Seine zentrale Sorge gilt möglichen Repressionen gegen die ukrainische Bevölkerung in der Region. In einem Interview mit Sky News machte er deutlich, dass ein Rückzug aus Städten wie Kramatorsk und Slowjansk etwa 200.000 Menschen der russischen Besatzung preisgeben würde. Die Sicherheit der Zivilbevölkerung steht für ihn an erster Stelle.

'Den Donbas aufgeben heißt nicht, den Krieg zu beenden' - Wolodymyr Selenskyj

Gleichzeitig äußerte Selenskyj die Hoffnung, dass bis zum Herbst 2023 eine Friedenslösung für die Ukraine erreichbar sein könnte. Er verwies auf die bereits stattgefundenen Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA in Genf als Zeichen aktiver internationaler Diplomatie. Für ihn ist entscheidend, dass Friedensvereinbarungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch den Schutz der Menschen in den bedrohten Gebieten garantieren. Die kommenden Monate werden somit zur entscheidenden Phase für die ukrainische Friedensdiplomatie.

Die Rolle von Rustem Umjerow

Rustem Umjerow, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, ist maßgeblich in die Verhandlungsprozesse eingebunden. Dies unterstreicht die koordinierte Anstrengung aller nationalen Institutionen in der Außenpolitik. Diese diplomatischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund der für November 2023 geplanten Kongresswahlen in den USA statt, deren Ausgang die internationale Unterstützung für die Ukraine beeinflussen könnte.

Selenskyj bekräftigt unverändert den Kurs zum Schutz der ukrainischen Territorien und der Rechte der Bevölkerung. Ein Rückzug aus dem Donbas würde aus seiner Sicht eine schwere Gefahr für die Zivilbevölkerung bedeuten und keinen dauerhaften Frieden bringen.

Die klare Absage an territoriale Zugeständnisse im Donbas verdeutlicht den ukrainischen Willen, die Hoheit über das eigene Staatsgebiet zu wahren und seine Bürger zu schützen. Die vorsichtige Hoffnung auf eine Friedenschance bis zum Herbst 2023 zeigt zugleich die intensive diplomatische Aktivität Kiews. Die anstehenden Wahlen in den USA machen diese Phase zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt für die weitere Entwicklung des Konflikts.


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