Zelenskyj: Friedensreferendum als Bedingung für Präsidentschaftswahl.
Unter welchen Umständen Zelenskyj zur Wahl antreten würde
Nach Angaben von TSN.ua: In einem Interview am 17. Februar äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einer möglichen Kandidatur bei einer künftigen Präsidentschaftswahl. Seine Teilnahme sei jedoch an eine klare Voraussetzung geknüpft: Die Wahl müsse parallel zu einem Referendum über ein Friedensabkommen und während eines Waffenstillstands stattfinden. Selenskyj betonte, dass seine Entscheidung letztlich vom Willen der Bevölkerung abhänge:
„Das hängt vom Volk ab. Wir werden sehen, was es will“ — Wolodymyr Selenskyj
Gleichzeitig machte der Präsident deutlich, dass er nicht beabsichtige, für den 24. Februar Wahlen anzusetzen. Für eine landesweite Abstimmung müssten bestimmte rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein, darunter eine mindestens 60-tägige Phase der Ruhe. Diese Aussagen unterstreichen das Bestreben der ukrainischen Führung, trotz des Kriegszustands verfassungsrechtliche Normen einzuhalten und einen ordnungsgemäßen Wahlprozess zu gewährleisten.
Klarstellung gegenüber Moskau und Dialogbereitschaft
Selenskyj bezog auch eindeutig Stellung zu den Forderungen aus dem Kreml, die er als absurd zurückwies:
„Eine solche Position halte ich für absurd“ — Wolodymyr Selenskyj
Diese klare Haltung bekräftigt seine Entschlossenheit, die nationalen Interessen und die Souveränität der Ukraine zu verteidigen. Vor dem Hintergrund der Diskussion um mögliche Wahltermine bleibt der Präsident zwar dialogbereit gegenüber der eigenen Bevölkerung, besteht aber weiterhin auf der Einhaltung der notwendigen Rahmenbedingungen. Seine Äußerungen betonen die Bedeutung demokratischer Prozesse für die Ukraine, selbst unter den extremen Bedingungen der russischen Invasion. Indem er die Meinung der Bürger einbeziehen will, signalisiert Selenskyj politische Flexibilität, ohne in der Sache nachzugeben. Die Ablehnung der russischen Vorgaben zeigt, dass Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden weiterhin ein schwieriges Unterfangen bleiben werden.
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