Zelenskyj in Davos: Raketenlücke bei Luftabwehr durch Verzögerungen der Partner.

Zelenskyj in Davos: Raketenlücke bei Luftabwehr durch Verzögerungen der Partner
Zelenskyj in Davos: Raketenlücke bei Luftabwehr durch Verzögerungen der Partner

Ukraine erlebt akuten Raketenmangel für Luftabwehr

Nach Angaben von TSN.ua: Bei seinem Auftritt in Davos schilderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine dramatische Lage: Die Raketenvorräte für die Luftabwehr seien kritisch erschöpft. Angesichts zunehmender russischer Angriffe stünden die Abwehrsysteme teilweise leer. Selenskyj machte klar, dass die Ukraine bis zum Morgen des 16. Januar über keine Raketen für die Flugabwehr verfügt habe. Diese gefährliche Situation sei auf Lieferverzögerungen internationaler Partner zurückzuführen.

Lieferengpässe gefährden den Luftschutz

Der Präsident hob hervor, dass während russischer Attacken leere NASAMS- und Patriot-Systeme dastanden. Amerikanische PAC-3-Raketen seien erst einen Tag nach massiven Angriffswellen eingetroffen. Solche Verzögerungen behinderten einen wirksamen Schutz des ukrainischen Luftraums erheblich. Zudem sei eine Tranche zur Finanzierung des PURL-Programms nicht fristgerecht gezahlt worden, was die Lage weiter verschärfe.

Wie bekannt wurde, erörterte Selenskyj die Finanzierungsfragen auch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Er verwies darauf, dass die USA erklärt hätten, Waffen künftig nur noch zu verkaufen und nicht mehr zu liefern, was die Beschaffung dringend benötigter Raketen zusätzlich erschwere.

„Ich stelle nur fest, was passiert“, fasste der Präsident die Lage zusammen.

Der Raketenmangel unterstreicht, wie existenziell die Ukraine auf zeitnahe internationale Unterstützung angewiesen ist. Im anhaltenden Konflikt mit Russland hängt die Verteidigungsfähigkeit des Landes unmittelbar von zuverlässigen Waffenlieferungen ab. Jede Verzögerung kann schwerwiegende Folgen für die Sicherheit der Ukraine haben. Selenskyjs Auftritt in Davos machte deutlich, dass die Notwendigkeit einer schnellen Finanzierung und Lieferung moderner Luftabwehrsysteme dringlicher denn je ist. Die aktuelle Situation zeigt, wie fragil die Versorgungslage trotz zugesagter Hilfe sein kann.


Lesen Sie auch

Werbung