Zelenskyj fordert in Davos eine europäische Armee – und warnt vor Putin.
Ein Appell für eine gemeinsame Streitmacht
Nach Angaben von TSN.ua: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die europäischen Staats- und Regierungschefs aufgerufen, ihre Verteidigungskapazitäten zu bündeln und eine gemeinsame europäische Armee zu schaffen. Diese Initiative zielt darauf ab, die kollektive Sicherheit angesichts der aktuellen Bedrohungen für die europäischen Staaten zu stärken.
Selenskyj betonte, dass die Idee vereinter Streitkräfte in Europa schon lange diskutiert wird. Die Realität des Krieges in der Ukraine zwinge nun jedoch dazu, die bisherigen Ansätze zum Schutz neu zu bewerten.
„Wenn heute die Ukraine bedroht ist, kann es morgen auch EU-Mitgliedsstaaten treffen“, so der Präsident.Dies unterstreiche die Dringlichkeit gemeinsamen Handelns für die Stabilität in der Region. Die Debatte über eine europäische Armee erhält durch den Krieg eine neue, existenzielle Dimension.
Der ukrainische Staatschef verwies zudem auf die Notwendigkeit, auf mögliche weitere Aggressionen Russlands vorbereitet zu sein.
„Wenn Putin beschließt, Litauen zu besetzen oder Polen anzugreifen – wer wird antworten?“, fragte Selenskyj.Er unterstrich, dass die Ukraine bereit sei, andere Länder dabei zu unterstützen, stärker zu werden: „Wir sind bereit, Teil eines starken Europas zu sein.“ Mit diesem eindringlichen Appell will Selenskyj die europäischen Nationen zu entschlossenen Schritten bei der Schaffung leistungsfähigerer Verteidigungsstrukturen bewegen.
Mehr als nur ein militärisches Projekt
Selenskyjs Forderung nach einer europäischen Armee spiegelt somit nicht nur militärische, sondern auch die gegenwärtigen politischen Realitäten auf dem Kontinent wider.
Seine Rede in Davos ist ein deutliches Signal für die wachsenden Sicherheitsängste in Europa, insbesondere im Kontext der aggressiven Politik Russlands. Die Schaffung vereinter Streitkräfte könnte ein entscheidender Schritt sein, um die Verteidigungsfähigkeit der EU zu stärken und größere Stabilität in der Region zu gewährleisten.
Die Initiative könnte zudem weitere Verhandlungen und eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten anstoßen – besonders unter dem Eindruck anhaltender militärischer Bedrohungen.
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