Zelenskyj in München: Appell angesichts akuter Luftabwehr-Lücken und Drohnenangriffen.
Zelenskyjs Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz
Nach Angaben von Novyny.live: Bei seinem Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferierung schilderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj die dramatische Lage seines Landes. Im Zentrum standen die prekäre Situation der Luftabwehr, der dringende Bedarf an Waffenlieferungen und die Frage möglicher Friedensgespräche. Die Sicherheitskonferenz dient traditionell als wichtiges Forum für globale Sicherheitsfragen, auf dem Krisenherde direkt adressiert werden.
Zelenskyj bezeichnete die Lage bei den Raketen für die Luftabwehr als kritisch. Die anhaltende russische Aggression stelle die Ukraine vor immense Herausforderungen. Allein im Januar habe es 6.000 Drohnenangriffe gegeben. Russland setzte dabei über 150 Raketen und mehr als 5.000 gelenkte Fliegerbomben (KAB) ein, die erhebliche Schäden verursachten. Sämtliche ukrainische Kraftwerke seien von den Angriffen betroffen. Dennoch betonte Zelenskyj:
„Aber wir produzieren immer noch Strom, dank unserer Menschen.“
Militärische Unterstützung und Verhandlungsbereitschaft
Jede Nacht greifen mindestens hundert iranische ‚Shahed‘-Drohnen die Ukraine an, von denen etwa 90% durch die Luftabwehr abgefangen werden können. Der Präsident machte jedoch deutlich, dass es an Raketen für die entscheidenden Systeme wie Patriot, NASAMS und IRIS-T mangelt – ein lebenswichtiger Engpass für die Verteidigung.
Zelenskyj äußerte sich auch zur Bereitschaft für Friedensverhandlungen. Die Ukraine sei zum Dialog bereit. Seine Einschätzung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin fiel dabei deutlich aus:
„Er kann sich ein Leben ohne Macht nicht vorstellen, er berät sich mehr mit Zar Peter und Kaiserin Katharina über territoriale Gewinne.“Diese Aussage unterstreicht die schwierigen Voraussetzungen für einen Verhandlungsprozess angesichts der fortgesetzten russischen Aggression.
Im Zusammenhang mit den ukrainischen Waffenbedarfen wurde auch das US-Programm PURL (Presidential Drawdown Authority) erwähnt, das Waffenkäufe für die Ukraine ermöglicht. Dies zeigt die anhaltende Bedeutung internationaler Unterstützung für die ukrainische Verteidigungsfähigkeit.
Die Aussagen Zelenskyjs in München verdeutlichen die kritische Lage der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland und die dringende Notwendigkeit weiterer militärischer Hilfe. Fragen der Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit bleiben vorrangig, besonders angesichts der gezielten Angriffe auf die Infrastruktur. Initiativen wie PURL belegen, wie wichtig internationale Kooperation für die Stärkung der ukrainischen Abwehr bleibt.
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