Münchner Sicherheitskonferenz: Selenskyj fordert Luftabwehr und nennt hohe russische Verluste.
Ukrainischer Präsident spricht vor Weltführern in München
Nach Angaben von TSN.ua: Vor den Teilnehmern der Münchner Sicherheitskonferenz hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die dringende Notwendigkeit von Luftabwehrsystemen für sein Land betont. Zugleich bekräftigte er seine Bereitschaft zu Friedensverhandlungen. Selenskyj wies darauf hin, dass der Krieg in der Ukraine bereits 1451 Tage andauert – länger, als viele Experten anfangs prognostiziert hatten. Seine Rede vor rund 50 internationalen Staats- und Regierungschefs unterstrich die anhaltende globale Aufmerksamkeit für den Konflikt.
Russlands blutiger Preis für minimale Geländegewinne
Der ukrainische Staatschef legte detailliert die Verluste der russischen Armee dar und kommentierte die Situation in Moskau mit den Worten:
„Er mag sich selbst als Zaren sehen, aber in Wirklichkeit ist er ein Sklave des Krieges.“Den Angaben zufolge beliefen sich die russischen Verluste im Dezember auf 35.000 Soldaten, die getötet oder schwer verwundet wurden. Im Januar seien fast 30.000 russische Militärangehörige ausgefallen. Selenskyj verdeutlichte die brutale Bilanz der Offensive: Für jeden eroberten Kilometer im Gebiet Donezk zahle Russland einen Preis von etwa 156 Soldaten. Um diese Verluste auszugleichen, mobilisiere der Kreml monatlich rund 40.000 neue Personen. Die Münchner Konferenz dient traditionell als wichtiges Forum für sicherheitspolitische Debatten, was die Reichweite von Selenskyjs Appell erhöht.
Selenskyj versicherte:
„Die Ukraine wird alles tun, damit Verhandlungen erfolgreich sein können.“Sein Auftritt in München zeigte damit die zweigleisige Strategie des Landes: militärische Stärke zur Selbstverteidigung kombiniert mit diplomatischen Anstrengungen für eine friedliche Lösung. Die breite internationale Präsenz auf der Konferenz signalisiert wachsende Unterstützung für Kiew, die für den weiteren Verlauf des Krieges entscheidend sein könnte. Die Forderung nach moderner Luftabwehr unterstreicht die akute Bedrohung durch russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die zivile Infrastruktur.
Insgesamt machte Selenskyjs Rede deutlich, dass die Ukraine trotz der enormen Belastungen nach wie vor zu diplomatischen Lösungen bereit ist. Die genannten Verlustzahlen der russischen Streitkräfte sollen der internationalen Gemeinschaft die hohen Kosten der Aggression vor Augen führen und so die Unterstützung für Kiew aufrechterhalten.
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