Kiew reagiert auf Nahost-Bitten um Schutz vor iranischen Angriffen – Selenskyj berichtet über erfolglose Diplomatie mit Teheran.
Pressekonferenz mit Spaniens Regierungschef
Nach Angaben von UATV: Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem spanischen Premierminister Pedro Sánchez am 18. März 2023 machte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei zentrale Aussagen: Zum einen arbeite sein Land derzeit Anfragen aus dem Nahen Osten ab, die auf Schutz vor iranischen Beschüssen abzielen. Zum anderen räumte er ein, dass alle Versuche, Iran von der Drohnenlieferung an Russland abzubringen, gescheitert seien. Seit Kriegsbeginn habe Kiew immer wieder auf diplomatischem Wege auf Teheran eingewirkt – jedoch ohne jeden Erfolg.
Trotz wiederholter ukrainischer Proteste liefere Iran weiterhin unbemannte Fluggeräte und bilde zudem russische Soldaten aus. Darüber hinaus habe Iran Lizenzen erteilt und den Bau von zwei Fabriken zur Herstellung von Shahed-Drohnen auf russischem Boden unterstützt. Selenskyj stellte in diesem Zusammenhang klar:
„Wir hatten nie positive Beziehungen zu Iran – das war auch gar nicht möglich.“Zur Einordnung: Die Shahed-Drohnen, die Iran selbst für Attacken gegen Ziele im Nahen Osten einsetzt, enthalten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten inzwischen auch russische Komponenten – ein weiteres Indiz für die enge militärische Kooperation zwischen Teheran und Moskau.
Militärbündnis mit globalen Folgen
Selenskyjs Äußerungen verdeutlichen, wie sehr die Partnerschaft zwischen Russland und Iran die Sicherheitslage in mehreren Regionen verändert. Die Zusammenarbeit sei nicht nur für die Ukraine gefährlich, sondern könne weit über Osteuropa hinaus destabilisierend wirken. Internationale Partner müssten ihre Sicherheitsstrategien möglicherweise anpassen, um auf die wachsende Bedrohung durch iranische Waffentechnologie in russischer Hand zu reagieren.
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