Ungarns Premier im Fokus: Selenskyj wirft Orban Blockade der EU-Hilfen vor.
Ukrainischer Präsident kritisiert Viktor Orban scharf
Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat deutliche Kritik am ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban geübt. Er wirft ihm vor, zentrale Entscheidungen der Europäischen Union zugunsten der Ukraine zu blockieren. In seiner Rede zog Selenskyj einen Vergleich zwischen Orbans Vorgehen und dem Russlands – beide, so seine Einschätzung, behinderten die notwendige Unterstützung für sein Land.
Konkret geht es um die blockierten Finanzhilfen aus Brüssel sowie das Ausbleiben militärischer Lieferungen aus Ungarn. Der ukrainische Präsident betonte, dass sein Land dringend auf finanzielle Mittel angewiesen sei, um die heimische Produktion zu stärken. Wörtlich erklärte er:
„Wir brauchen Geld für unsere eigene Fertigung, und ich halte das für enorm wichtig – sowohl für uns als auch für Europa.“
Jahrelange Hindernisse in der Zusammenarbeit mit der EU
Selenskyj wies zudem darauf hin, dass Orban über Monate hinweg die Verhängung von Sanktionen gegen Russland verzögert habe. Sein Kommentar dazu:
„Das ist kein einfacher Streit. Es geht nicht um den einen oder anderen Grund – der ungarische Premier hat Sanktionen ein ganzes Jahr lang blockiert.“
Hinzu kommt, dass Orban Russland wiederholt als strategischen Partner bezeichnet – eine Haltung, die in Kiew auf große Besorgnis stößt. Darüber hinaus untersagte er den Waffentransit über ungarisches Territorium, was die Lage der Ukraine im anhaltenden Krieg zusätzlich erschwert. Diese Schritte könnten weitreichende Folgen für die Beziehungen Kiews zur EU und die regionale Sicherheitslage haben.
Die Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn sind mittlerweile offener Kritik aus dem ukrainischen Führungszirkel ausgesetzt. Besonders vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs wiegt Orbans Blockadehaltung schwer. Sollte Budapest diesen Kurs beibehalten, drohen nicht nur negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Ukraine, sondern auch auf die Stabilität in Mittel- und Osteuropa. Die EU-Unterstützung für Kiew steht damit auf dem Spiel – ein Faktor, der in der aktuellen Krise von entscheidender Bedeutung ist.
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