Dreiergespräche in Genf: Ukraine, Russland und USA verhandeln über die Zukunft des Donbas.
Drittes Treffen in der Schweiz
Nach Angaben von TSN.ua: Am 17. Februar beginnt in Genf die dritte Runde von Dreiergesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Im Zentrum der Verhandlungen steht die Zukunft der Gebiete in der Region Donezk. Die Aussichten auf ein rasches Ende des nunmehr fünfjährigen Krieges werden als gering eingeschätzt. Die Verhandlungen finden vor dem Hintergrund eines langwierigen Konflikts statt, der die gesamteuropäische Sicherheitsordnung erschüttert hat.
Zwei vorangegangene Gesprächsrunden fanden in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Die ukrainische Delegation wird von Rustem Umjerow und Kyrylo Budanow angeführt, während Russland durch Wladimir Medinski und Vertreter des Militärgeheimdienstes repräsentiert wird. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die USA zu aktiven Schritten bezüglich Sicherheitsgarantien auf. Er betonte, dass
„jedes Nachgeben gegenüber dem Aggressor ein großer Fehler wäre“und merkte an, dass
„die Aggression Moskaus den Dialog erschwert“. Er rief die Partner zu entschlossenem Handeln auf, um den Aggressor zum Frieden zu zwingen.
Verhärtete Fronten und geringe Erwartungen
Der russische Präsident Wladimir Putin fordert seinerseits die Übergabe von Teilen des Donezker Gebiets an Moskau. Diese grundlegenden Differenzen zwischen der Ukraine und Russland sind der Schlüssel zum Erfolg oder Scheitern des Verhandlungsprozesses. Gleichzeitig äußerte Donald Trump die Ansicht, dass „die Ukraine so schnell wie möglich in den Verhandlungsprozess einbezogen werden muss“.
Die Gespräche in Genf, die am 17. und 18. Februar stattfinden, könnten für das weitere Schicksal der Region entscheidend sein. Angesichts der jüngsten Äußerungen und der verhärteten Positionen der Seiten ist es jedoch schwierig, einen wesentlichen Fortschritt vorherzusagen. Die hohen Erwartungen an dieses Treffen stehen im Kontrast zur historisch belasteten und komplexen Konfliktlage.
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