Einziger Schutzraum in Wyschhorod verloren: Bürgermeister vermietet Keller an Stiftung.

Einziger Schutzraum in Wyschhorod verloren: Bürgermeister vermietet Keller an Stiftung
Einziger Schutzraum in Wyschhorod verloren: Bürgermeister vermietet Keller an Stiftung

Warum den Bewohnern von Wyschhorod der Schutzraum entzogen wurde

Nach Angaben von Novyny.live: Die Einwohner von Wyschhorod haben keinen Zugang mehr zu dem Keller, den sie seit Beginn des groß angelegten Krieges als Luftschutzbunker nutzten. Bürgermeister Oleksij Momot entschied, die Räumlichkeit an die Wohltätigkeitsstiftung 'Heilige Olga' zu vermieten. Dabei hatten die Anwohner den Keller zu Kriegsbeginn eigenhändig geräumt und instand gesetzt, um sich einen sicheren Rückzugsort zu schaffen.

Die Entscheidung von Momot sorgt in der Gemeinde für Empörung. In dem Keller lagerte noch humanitäre Hilfe, die nie an die Bevölkerung verteilt worden war. Die Angelegenheit erregte die Aufmerksamkeit der Kiewer Militärverwaltung sowie der Strafverfolgungsbehörden, die sich nach öffentlichem Druck einschalteten.

Der Aktivist Wladyslaw Dulaptschij wirft dem Bürgermeister vor, auf die Hilferufe der Bürger während Gefahrensituationen nicht reagiert zu haben. Dies verstärkt die Verunsicherung in der Stadt. Momot selbst äußerte sich abfällig:

„Ihr rennt eben zu schlecht“
– so der Bürgermeister.

Die Lage in Wyschhorod

Zwar wurde im städtischen Servicezentrum des Innenministeriums ein Schutzraum geöffnet, doch viele Bewohner fühlen sich durch den Verlust des Kellers nicht mehr sicher. Die Stimmung bleibt angespannt, und die Menschen suchen weiter nach Möglichkeiten, sich in Kriegszeiten zu schützen.

Der Fall in Wyschhorod steht exemplarisch für die Herausforderungen vieler ukrainischer Städte im Krieg: die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und humanitäre Hilfsgüter gerecht zu verteilen. Der Verlust eines Schutzraums kann für die Anwohner schwerwiegende Folgen haben. Die Reaktion der Behörden auf die Sorgen der Bürger und ihre Bereitschaft zum Dialog bleiben entscheidend, um das Vertrauen zwischen der Gemeinde und den lokalen Verantwortlichen nicht zu verlieren.


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